Ärzte Zeitung, 18.09.2013
 

Honorar

Nordrheins Hausärzte unter den Gewinnern

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Durchwachsene Honorar-Bilanz in Nordrhein: Von 2008 bis 2012 gab es für einige Arztgruppen Zuwachs. Andere erlebten einen Rückgang - teils sogar zweistellig.

DÜSSELDORF. In der KV Nordrhein mussten von 2008 bis 2012 zehn Arztgruppen Umsatzrückgänge hinnehmen, darunter viele fachärztliche Grundversorger. 28 Arztgruppen verzeichneten dagegen Honorarzuwächse.

Das berichtete der Vorsitzende des KVNo-Hauptausschusses Dr. Frank Bergmann auf der jüngsten Vertreterversammlung. Über sämtliche Fachgruppen hinweg legte das Honorar je Arzt im Berichtszeitraum um 5,5 Prozent auf 197.224 Euro zu.

Das stärkste Minus verzeichneten Fachärzte für Frauenheilkunde mit Weiterbildung Endokrinologie und Reproduktionsmedizin. Bei ihnen ging das Honorar je Arzt von 2008 bis 2012 um 22 Prozent auf 201.399 Euro zurück.

Heftige Rückgänge gab es auch bei den Orthopäden mit minus 19,8 Prozent auf 217.423 Euro und den Hals-Nasen-Ohren-Ärzten (-14,3 Prozent auf 146.886 Euro). Zu den Umsatzverlierern gehören auch Urologen (-6,3 Prozent), Gynäkologen (-6,2 Prozent), Facharztinternisten ohne Schwerpunkt (-5,3 Prozent), Angiologen, (-4,8 Prozent), Hautärzte (-4,5 Prozent), Nuklearmediziner (-4,0 Prozent) und Augenärzte (-2,0 Prozent).

Neurologen mit stärksten Umsatzsteigerungen

Die stärksten Umsatzsteigerungen verzeichneten in Nordrhein die Neurologen mit einen Plus von 33 Prozent auf 185.206 Euro.

Bei den Fachärzten für Nervenheilkunde gab es einen Zuwachs um 23,3 Prozent auf 188.523 Euro, bei den Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie stiegen die Honorare um 22,5 Prozent auf 140.178 Euro.

Das Honorar der Hausärzte nahm in dem Fünf-Jahres-Zeitraum um 7,8 Prozent auf 195.459 Euro zu, das der Pädiater um 15,3 Prozent auf 234.246 Euro. Nach Angaben von Bergmann werden die Fallwerte im 4. Quartal 2013 bei den meisten Arztgruppen steigen.

Rückläufige Fallwerte müssen danach aber die Angiologen mit 38,84 Euro nach 48,58 Euro hinnehmen, sowie die Fachärzte für rehabilitative Medizin (-1,01 Euro auf 46,86 Euro) und die Fachärzte für diagnostische Radiologie (-0,64 Euro auf 11,84 Euro). (iss)

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