Ärzte Zeitung, 12.08.2015

Bayern

Mehr Honorar für Leistungen aus DMP

Die KV und die Arbeitsgemeinschaft der Kassen in Bayern haben sich auf eine Erhöhung der DMP-Vergütung verständigt.

Mehr Honorar für Leistungen aus DMP

Die DMP-Vergütung wird erhöht.

© Romolo Tavani / fotolia.com

MÜNCHEN. Haus- und Fachärzte in Bayern können sich künftig über eine bessere Honorierung ihrer Leistungen innerhalb von Disease Management Programmen (DMP) freuen. Aber auch über eine flexiblere Gestaltung der Patienten-Schulungen innerhalb der DMP.

Wie die KV Bayerns (KVB) berichtet, habe man sich mit der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) "nach intensiven Verhandlungen" auf die Erhöhung geeinigt. Ziel sei es, die Behandlung chronisch kranker Menschen flächendeckend in Bayern zu verbessern.

Damit dies gelingt, erhalten Ärzte, die an DMP teilnehmen, ab sofort die Möglichkeit, Einzelschulungen für bestimmte Patientengruppen anzubieten, für die eine Gruppenschulung nicht zielführend wäre. So sollen laut KVB auch Patienten, für die Gruppenschulungen wegen Sprachproblemen oder wegen ihres hohen Alters nicht geeignet sind, von den Einzelschulungen profitieren.

Ebenso wie Patienten in einer besonderen Lebenssituation, die KVB nennt hier als Beispiel Diabetikerinnen in der Schwangerschaft. Dabei wurde auch die Vergütung der Schulungen angepasst. Die Einzelschulung werde mit dem doppelten Betrag der Gruppenschulungspauschale (pro Unterrichtseinheit und Patient) berechnet.

Zusätzlich habe man eine Erhöhung der Betreuungspauschalen für die Diabetikerbehandlung vereinbart, heißt es. Bei der Pauschale für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1 macht die Erhöhung 6,25 Euro aus. Das Beratungsgespräch bei Gestationsdiabetes und bei geplanter oder während der Schwangerschaft für Patientinnen mit Diabetes werde um 35 Euro erhöht.

Interessant ist zudem, dass KV und Kassen die Weichen für eine bessere Versorgung von Patienten mit diabetischem Fußsyndrom stellen wollen. Hier wurde die Betreuungspauschale um 5 Euro aufgewertet. Darüber hinaus hätten die Vertragspartner vereinbart, die DMP in Zukunft inhaltlich und finanziell weiter zu fördern. (reh)

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