Ärzte Zeitung App, 10.02.2014
 

Anlagen-Kolumne

Erste Signale für ein Ende der Korrektur

Die Börse hat sich wieder etwas abgekühlt. Jetzt heißt es, Signale zum Neueinstieg nicht zu verpassen.

Von Jens Ehrhardt

Erste Signale für ein Ende der Korrektur

Im ersten Anlauf konnte der Dax die 10.000-Punkte-Marke nicht erreichen. Die Anleger waren in den USA und Deutschland vor wenigen Wochen noch so positiv gestimmt, dass es zu einer Korrektur kommen musste.

Nachdem zuletzt auch wieder schwächere US-Konjunkturdaten zu sehen waren, wurden der Optimisten schnell wenigere. Von einem eindeutig antizyklischen Einstiegssignal sind wir allerdings noch ein gutes Stück entfernt, sowohl was die Stimmungsindikatoren betrifft als auch die Bewertungen.

Ähnlich extrem wie der Optimismus für US-Aktien war vor einigen Tagen das Signal für den japanischen Yen. Hier haben die Anleger so stark auf weiter fallende Notierungen spekuliert, dass das Potenzial möglicher Yen-Verkäufer erschöpft war.

Das führt dazu, dass sich der Yen, entgegen den Erwartungen der meisten Investoren, zuletzt wieder fester zeigte. Dies wiederum führte dazu, dass japanische Aktien verloren, weil die Hoffnung der Anleger schwand, eine schwache Währung begünstige Exportgewinne.

Spekulative Anleger sind auf dem Rückzug

Weder in den USA noch in Japan ist die Gefahr zu einseitiger Positionierung in Aktien und Yen gebannt, auch wenn sie abgenommen hat. Ein positives Signal ist, dass die Abflüsse aus Aktienfonds vergangene Woche so stark waren wie zuletzt 2008. Die spekulativen Anleger sind also auf dem Rückzug.

Ein wichtiges technisches Hilfsmittel für Aktieninvestoren ist die sogenannte 200-Tage-Linie. Dieses sehr einfache Konzept eines gleitenden 200-Tage-Durchschnitts wird von vielen Investoren beobachtet.

Und weil so viele Leute daran glauben, dürfte dieser Indikator auch so gut funktionieren. Die Interpretation sagt, dass ein Bruch dieser Linie von oben nach unten als Verkaufssignal gilt und umgekehrt.

Dieses Signal ist noch nicht erreicht, sollte aber beobachtet werden, denn an den markanten Punkten in den Jahren 2000, 2003, 2007, 2009 und 2011 hatte der Indikator funktioniert.

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