Ärzte Zeitung, 30.09.2016

Kongressvorschau

Orthomolekularmedizin: Hilfe in der Praxis

Das auf Orthomolekularmedizin spezialisierte Unternehmen FormMed will Ärzte künftig besser im Versorgungsmanagement unterstützen. Wie, das zeigt das Unternehmen am 29. Oktober in Frankfurt am Main beim 3. Tag der Privatmedizin.

Wie das Unternehmen mitteilt, stellt das FormMed Versorgungsmanagement® einen wissenschaftlichen, anonymisierten Datenaustausch zwischen Arzt, Patient und FormMed zur stetigen Verbesserung der individuellen und allgemeinen orthomolekularen Therapie und Kosteneffizienz dar.

Hierzu erhält der verordnende Arzt mit Einverständnis seiner Patienten Rückmeldung von FormMed über deren Direktbezüge bei dem Unternehmen, um die Einnahme der Präparate hinsichtlich therapeutischer Sinnhaftigkeit, Wirksamkeit, Verträglichkeit, Reduzierung von Medikamenten etc. wissenschaftlich zu beurteilen.

Einmal pro Monat erhält der Arzt demnach eine E-Mail mit der Aufforderung, bereitstehende Datensätze, die seine Patienten beim Direktbezug von Präparaten bei FormMed freigegeben haben, medizinisch-wissenschaftlich bezüglich Wirkung, Nebenwirkung und Kosteneffizienz zu bewerten. Dies erfolge online am PC oder mobil mit der FormMed-App.

Nach der ärztlichen Bewertung würden die Daten zu 100 Prozent anonymisiert an FormMed übertragen. Für Ärzte lohnt sich das Engagement doppelt: Zum einen werden sie im Versorgungsmanagement entlastet, da die Daten von FormMed aufbereitet werden. Dies beschleunigt die Sprechstunde. Zum anderen erhalten sie von FormMed analog zur GOÄ-Ziffer 60, der konsiliarischen Erörterung, eine Vergütung je Datensatz. Regulär erstattet würden die Medikamente bei der Adipositas genauso wenig wie etwa spezielle Ernährungstherapien, sagt Professor Matthias Blüher vom IFB AdipositasErkrankungen Leipzig. Es gebe aber neben der PKV auch gesetzliche Krankenversicherungen, die die Kosten auf Antrag übernähmen. Zudem existierten teilweise regionale Versorgungsstrukturen mit engagierten Krankenkassen, innerhalb derer eine weniger bürokratische Erstattung möglich sei, so der Experte. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »