Ärzte Zeitung online, 03.05.2017
 

Kongress

"Tag der Privatmedizin" wieder in Frankfurt

Chancen, Risiken, Innovationen: Der "Tag der Privatmedizin" informiert dieses Jahr wieder über Neuerungen, die Privatpraxen und Praxen mit hohem Privatanteil betreffen. Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die Privatmedizin nach der Wahl.

FRANKFURT. Welche Folgen hätte eine Bürgerversicherung für die Privatmedizin? Mit welcher Webstrategie punkten Ärzte bei potenziellen Neupatienten? Das sind zwei der Themen des vierten "Tags der Privatmedizin". Dieses Jahr findet der Kongress am Samstag, 14. Oktober, am Campus Westend der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt statt. Veranstalter ist der Privatärztliche Bundesverband (PBV). Sponsoren sind die Privatärztliche VerrechnungsStelle Südwest, die apoBank und die Stiftung Privatmedizin. Auch in diesem Jahr ist die "Ärzte Zeitung" Medienpartner der Veranstaltung.

In Workshops erfahren Teilnehmer beispielsweise, wie der Umbau zur Privatpraxis gelingen kann oder wie Ärzte eine Teilgemeinschaftspraxis rechtlich einwandfrei gestalten. Beim Thema Finanzoptimierung haben die Besucher ein Mitspracherecht: Angemeldete Teilnehmer können vorab abstimmen, wie das Thema des Workshops in diesem Bereich lauten soll – "Bewährte Anlagestrategien im Niedrigzinsumfeld" oder die "Finanzierung einer Privatpraxis optimal gestalten".

Die nützlichsten Innovationen

Parallel zu den Workshops präsentieren zehn ausgewählte Aussteller ihre Innovationen für die Erweiterung von Therapie, Diagnostik und Patientenservice in der Privatbehandlung. Der ärztliche Fachbeirat wählt die Anbieter im Vorhinein aus und wählt eine Top Ten nach Praxisnutzen aus. Im vergangenen Jahr wurde dabei zum Beispiel ein Medikament zur parenteralen Gabe von Vitamin B12, B6 und Folsäure vorgestellt und ein DNS-Test, der ein patientenindividuelles Risiko von Antidepressiva voraussagt.

In Vorträgen geben Referenten weiterhin einen Einblick darüber, wie der aktuelle Stand der GOÄ-Reformen ist, wie Praxen Online-Bewertungsportale und Social Media-Plattformen effektiv nutzen können und wie sich die Bundestagswahl auf die Privatmedizin auswirken kann. Auch die Themen Berufsausübungsgemeinschaften und Scheinselbstständigkeit oder effiziente Praxisführung stehen auf dem Programm. Darüber hinaus können Ärzte für die Veranstaltungen auf dem "Tag der Privatmedizin" Fortbildungspunkte erhalten – sowohl für die Plenumsveranstaltungen wie auch für die Workshops.

Anmeldung bereits online möglich

Der PBV nimmt Anmeldungen zum "Tag der Privatmedizin" bereits jetzt online entgegen. Der Veranstaltungsthementag an der Goethe-Universität ist für Mitglieder des Verbandes kostenlos. Nicht-Mitglieder zahlen für den Kongress 165 Euro Eintrittsgebühr – eine Begleitperson aus der selben Arztpraxis erhält Zugang für 85 Euro. Am Vortag findet zusätzlich die zertifizierte Tätigkeitsschwerpunkt-Fortbildung "Tabakentwöhnung" statt, durchgeführt von Dr. Wolfgang Grebe. Mit der Veranstaltung können Ärzte diesen Tätigkeitsschwerpunkt erwerben. Die Kosten für diese Veranstaltung betragen 250 Euro. (ajo)

Weitere Informationen:

www.tag-der-privatmedizin.de

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