Ärzte Zeitung online, 06.03.2014

Charité

Geheimes Sonderkonto für "Millionen"?

Verwaltungspauschalen auf das Sparbuch: Diesem Vorwurf sieht sich die Charité ausgesetzt. Es soll um viele Millionen Euro aus Drittmitteln gehen.

BERLIN. Die Berliner Charité soll Forschungsgelder in Millionenhöhe nicht ausgegeben und auf "Sonderkonten" gehortet haben. Nach einem bislang unbestätigten Bericht der "Berliner Morgenpost" soll so ein Guthaben von "rund 40 Millionen Euro" entstanden sein. Die Charité spreche von einem "zweistelligen Millionenbetrag", die genaue Summe werde noch geprüft.

Die Gelder sollen dem Bericht zufolge aus Verwaltungskostenpauschalen von Drittmittelgebern stammen. Die Charité, Europas größtes Universitätsklinikum, bezeichnete ihr Vorgehen in dem Bericht als "über viele Jahre praktizierte Handhabung". Dies sei auch in anderen Unikliniken nicht unüblich. Die Gelder seien nicht verloren.

Die Gelder sollen von Wirtschaftsprüfern bei ihren Kontrollen für den Jahresabschluss 2013 entdeckt worden sein. Die Vorstellung des Jahresabschlussberichts wurde zunächst vertagt. Im Aufsichtsrat sei laut dem Zeitungsbericht die Rede von einer "Buchführung ohne echte Kontrolle". (eb)

Topics
Schlagworte
Klinik-Management (11422)
Organisationen
Charité Berlin (3011)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »