Ärzte Zeitung, 11.03.2016

Westfalen-Lippe

KV intensiviert Hilfen zur Praxisführung

Einen persönlichen Ansprechpartner für jedes KV-Mitglied: In Westfalen-Lippe wird Kundenpflege groß geschrieben.

DORTMUND. Die Begleitung durch einen persönlichen Ansprechpartner ("Paten") soll bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) künftig nicht mehr auf neu niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten begrenzt werden. In einem Modellprojekt will die KVWL das Konzept auf alle Mitglieder ausweiten. Das hat der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang-Axel Dryden auf der Vertreterversammlung in Dortmund angekündigt.

Über einen persönlichen Ansprechpartner wolle die KVWL Informationen und Lösungen zu vertragsarztrechtlichen Fragen ebenso zur Verfügung stellen wie Honoraranalysen, darauf basierende Beratungen, betriebswirtschaftliche Hilfen, Unterstützung beim Praxismanagement oder Erläuterungen der Trendmeldungen, erklärte Dryden. "Ziel der Maßnahme ist, unseren Mitgliedern eine gesicherte und wirtschaftliche Praxisführung zu ermöglichen."

Die KVWL bietet seit 2004 ihren Mitgliedern bei der Praxisgründung Hilfe durch Paten an. Das Angebot war zunächst auf das erste Jahr der Niederlassung begrenzt, dann wurde es auf zwei Jahre erweitert. Über 6000 Ärzte und Psychotherapeuten hätten das Unterstützungsangebot bislang wahrgenommen, berichtete Dryden. "Wir stellen fest, dass bei den bislang Betreuten der Wunsch danach, einen festen Ansprechpartner oder besser Vertrauten bei der KVWL zu behalten, sehr groß ist."

Das neue Projekt "Lotsen - KVWL Betreuung 360 Grad" sei zunächst auf zwei Jahre begrenzt, heißt es. (iss)

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