Erfolgsrezept
Ärzte Zeitung, 11.01.2017
 

Praxispreis

Stimmen Sie jetzt online ab!

Am 31. Dezember ist die Bewerbungsfrist abgelaufen, die Jury hat die besten zehn Kandidaten ausgewählt. Nun sind auch Sie gefragt: Stimmen Sie online über den Gewinner des "Erfolgs-Rezept – Praxispreises" ab.

Von Hauke Gerlof

Stimmen Sie jetzt online ab!

Ihre Stimme zählt: Wer ist der beste Kandidat unter den Bewerbern um den Praxis-Preis?

© Coloures -pic/ Fotolia

NEU-ISENBURG/MONHEIM. Die entscheidende Phase des Wettbewerbs "Erfolgs-Rezept – Praxis-Preis" hat begonnen: Unter den Bewerbern aus ganz Deutschland hat es eine Vorauswahl durch die Jury gegeben, nun stehen die Top 10 der Kandidaten fest.

Im nächsten Schritt sind auch Sie, die Leser der "Ärzte Zeitung" gefragt, über den Gewinner abzustimmen. Im Internet finden Sie Kurzbeschreibungen der Ideen der Einsender. Von diesen zehn Bewerbern können Sie Ihren Favoriten anklicken und dann Ihre Wahl einfach per Mausklick abschicken.

Sie haben die Wahl unter zehn Kandidaten

Welche Idee sehen Sie im Wettbewerb "Erfolgs-Rezept – der Praxispreis" vorne?

Bis zum 19. Januar können sie Ihre Stimme abgeben.

  Mein Favorit für den Praxispreis ist...  

Ihre Stimme fließt mit ein in die Bewertung der unabhängigen Jury. Je mehr Leser abstimmen, desto schwerer wiegen die Stimmen des Public Votings.

Wettbewerb besteht seit 2011

Der Praxis-Preis 2016 ist Nachfolger des Wettbewerbs "Die innovative Arztpraxis", der seit 2011 insgesamt fünfmal vergeben worden ist.

Gestartet und bis heute fortgeführt worden ist der Wettbewerb als gemeinsame Initiative der Fachverlagsgruppe Springer Medizin, zu der auch die "Ärzte Zeitung" gehört, und des Unternehmens UCB Innere Medizin. Zielgruppe sind Ärzte, die im Großen oder Kleinen Ideen entwickeln und in die Praxis umsetzen.

Das sind Innovationen,

- die helfen, den Praxisalltag zu bewältigen und dem steigenden Versorgungsdruck standzuhalten,

- die den Einsatz digitaler Technik in der Versorgung sinnvoll gestalten,

- die zur Verbesserung der Versorgung beitragen und/oder

- die eine wirtschaftliche Praxisführung erleichtern.

Die diesjährige Auflage des Wettbewerbs zeigt einmal mehr, wie innovativ niedergelassene Ärzte mit Problemen des Versorgungsalltags in der Praxis umgehen: Geben Sie bis zum 19. Januar ihre Stimme ab!

Das sind die Kandidaten

Die drei Gewinner im Wettbewerb werden dann am 3. Februar bekannt gegeben. Folgende Ideen haben sie zur Auswahl:

- Dr. Karlheinz Biehl: Der Internist aus Marbach am Neckar organisiert jeden Herbst Impftage, um Patienten zu motivieren sich schon vor Beginn der Grippesaison gegen Influenza zu schützen. Seinen Patienten bringt das eine gute Immunisierung, der Praxis extrabudgetäres Honorar.

- Dipl.-Med. Birgit Werth und Dr. Ulrike Klug: Die allgemeinärztliche Gemeinschaftspraxis in Pasewalk setzt komplett auf papierloses Arbeiten, um die Abläufe zu beschleunigen. Mit einem neuen Software-Modul und einem iPad können die Ärztinnen jetzt auch beim Hausbesuch über einen sicheren VPN-Tunnel auf die Kartei des besuchten Patienten zugreifen und auch unterwegs Befunde eingeben.

- Dr. Andrea Altrichter und Dr. Thomas Freier: Zwei Internisten, ein Gedanke: Sowohl Dr. Andrea Altrichter in Kavelstorf bei Rostock als auch Dr. Thomas Freier aus Göppingen nutzen in ihren Teams zur Ablaufsteuerung und Patientenführung laminierte Laufzettel bzw. Laufkarten. Auf den Karten werden über Kürzel oder Kreuzchen u.a. Voruntersuchungen (Labor, Blutdruck etc.) markiert. Später können die Markierungen einfach weggewischt und bei anderen Patienten wiederverwendet werden.

- Edith Biegert und Dr. Josef Brandner: Das A und O einer erfolgreichen Therapie bei vielen chronischen Erkrankungen ist die Schulung der Patienten. In der Hausarztpraxis von Dr. Josef Brandner in Böhmenkirch bei Göppingen sind Schulungen weitgehend an MFA delegiert. Der Arzt gewinnt Zeit für die Patienten, diese lernen früh, Verantwortung im Umgang mit der Erkrankung zu übernehmen.

- Dr. Michael Gurr: Der Hausarzt hat zur Entlastung in seiner großen Landarztpraxis in Eisenberg (Nordpfalz) zusammen mit einem Informatiker ein Webportal für ein Online-Sprechzimmer entwickelt. Ziel ist es, weniger dringliche Arzt-Patienten-Kontakte zeit- und ortsunabhängig online abzuwickeln.

- Fanny Fatteicher: Aus ihrer Tätigkeit als Krankenschwester heraus hat Fanny Fatteicher aus Rostock medizinische Funktionswäsche für Patienten der Onkologie, Dialyse-Patienten und Frühchen entwickelt und in einer Praxis getestet. Eine bessere Hygiene und mehr Lebensqualität für Patienten sind das Ziel.

- Dr. Hans-Jürgen Beckmann: Die Videosprechstunde soll laut E-Health-Gesetz ab Juli auch über EBM abrechenbar sein. Eine solche, datenschutzrechtlich abgesicherte telemedizinische Lösung hat der Chirurg im Praxisnetz Medizin und Mehr (MuM) in Bünde unter dem Namen elVi® entwickelt. Die Software wird derzeit zusammen mit der KV getestet.

- Dr. Armin Hofmann: Die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegediensten lässt häufig zu wünschen übrig. Für den hausärztlich tätigen Internisten Dr. Armin Hofmann aus Steinbach-Hallenberg in Thüringen war das Triebfeder, einen eigenen ambulanten Pflegedienst zu gründen. Von der engeren Kooperation profitieren Arzt, Pfleger und Patienten.

- Dr. Klaus Edel: Herzinsuffizienz wird häufig erst relativ spät erkannt, so die Erfahrung des Kardiologen. Edel hat einen Fragebogen entwickelt, den Patienten in Hausarztpraxen ausfüllen sollten, damit früher Anzeichen der Herzinsuffizienz erkannt werden und so rechtzeitiges Gegensteuern ermöglicht wird.

- Dr. Philipp Dürkes: Mit einer App will der Landarzt aus Hollern-Twielenfleth im Alten Land Dauerdiagnosen, aktuelle Laborbefunde und die Medikation des Patienten auf dem Handy des Patienten stets abrufbar halten.

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