Ärzte Zeitung, 11.08.2016

Nach der Transplantation

App hilft bei Medikamenteneinnahme

BERLIN/MÜNCHEN. Die Berliner Charité und das Münchener Unternehmen smartpatient weiten ihre gemeinsame Forschungsarbeit aus.

Wie das Unternehmen berichtet, soll die MyTherapy App, die Patienten bei der korrekten Einnahme von Medikamenten und beim Erfassen von Vitaldaten unterstützt, nun im Rahmen der Transplantationsnachsorge an der Charité getestet werden.

Unter der Leitung von Professor Klemens Budde sollen zunächst 100 Patienten mit Spenderniere die MyTherapy App (iOS und Android) über einen Zeitraum von sechs Monaten nutzen. Start des Projekts war der 1. August. Die Ergebnisse der Studie sollen auf dem Kongress für Nephrologie im kommenden Jahr vorgestellt werden.

Bereits in einer Pilotstudie mit geriatrischen Patienten unter der Leitung von Professor Elisabeth Steinhagen-Thiessen habe die App einen positiven Einfluss auf die Adhärenz gezeigt, heißt es.

"Jede sechste Niere wird wegen mangelnder Adhärenz abgestoßen", erklärt Budde, "Aufbauend auf den positiven Studienergebnissen von MyTherapy gehen wir davon aus, dass die App zu einer Verbesserung der Transplantationsnachsorge führen kann". (reh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

Weg frei für GroKo-Gespräche und Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »