Hauptstadtkongress

Wirtschaftsfaktor "Gesundheit"

Die Milliardenbranche inspiziert sich selbst. Gesundheitswirtschaft ist ein Schwerpunktthema des Hauptstadtkongresses 2012 in Berlin - der heute seine Tore öffnet.

Von Anno FrickeAnno Fricke Veröffentlicht:
Endoskopie: Vorführung auf dem Hauptstadtkongress 2011.

Endoskopie: Vorführung auf dem Hauptstadtkongress 2011.

© Bauchspieß

BERLIN. Die Gesundheitswirtschaft strotzt vor Optimismus. Niedergelassene Ärzte, die Mitarbeiter der Krankenhäuser und Pharmaunternehmen, aber auch die Therapeuten der verschiedenen Fachrichtungen und die Anbieter von Wellness-Leistungen und -Reisen haben den Sektor an die Spitze der deutschen Volkswirtschaft geführt.

Mehr als fünf Millionen Menschen erwirtschaften darin bereits seit Jahren um die zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Das ist jeder siebte Beschäftigte. Bis 2030 sollen schon mehr als sieben Millionen Menschen in der Branche beschäftigt sein.

Dieser Entwicklung spüren die Veranstalter des Hauptstadtkongresse 2012 in einem Schwerpunktthema nach.

Gleich zum Auftakt treffen Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und die Unternehmenslenker Roland Koch (Bilfinger Berger) und René Obermann (Deutsche Telekom) sowie der Sanofi-Topmanager Hanspeter Spek aufeinander, um über die Wachstumschancen des Gesundheitssektors zu diskutieren.

Auch Aufregerthemen im Kongressprogramm

Kongresspräsident Senator a. D. Ulf Fink ist gespannt zu erfahren, wieviel die aufstrebende Branche heute schon zu den Gesamtergebnissen der Unternehmen beisteuert.

Der neue Kongressblock "Innovationsforum: Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung" passt gut zu diesem Schwerpunkt.

Diese sechs Kompetenzzentren will das Forschungsministerium in den kommenden Jahren mit 5,5 Milliarden Euro unterstützen.

Eine weitere Neuerung ist der "Career Day Pflege". Die Pflegebranche sucht händeringend nach qualifizierten Arbeitskräften. Schon heute sollen bis zu 30.000 Fachkräfte fehlen.

Der Kongress widmet sich auch den aktuellen Aufregerthemen: Wird in den Kliniken zu schnell und zu oft operiert? Wie sieht die Zukunft von gesetzlicher und privater Krankenversicherung aus? Und was ist dran am Ärztemangel?

Rund 8000 Besucher, darunter das "Who is Who" der Branche, erwarten die Veranstalter. Mehr als 600 Referenten werden auf 180 Veranstaltungen sprechen.

200 Aussteller zeigen Neuigkeiten. Während des Hauptstadtkongresses werde Berlin zur Hauptstadt gesundheitspolitischer Ideen, wirbt Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, für das Ereignis.

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