Wo rechtsextreme Parteien auf 40 Prozent oder mehr kommen, lassen sich Ärztinnen und Ärzte möglicherweise nicht nieder. Das befürchtet Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag.
Politik braucht griffige Schlagworte. Der „Herbst der Reformen“ in der Sozialpolitik ist so eines. Derweil warnen Experten vor Risiken und Nebenwirkungen der anstehenden Gesetzgebung zur Digitalisierung für die Primärversorgung.
Mit der Einführung eines Primärversorgungssystems sieht der Gesundheitspolitiker von Bündnis 90/Die Grünen Dr. Janosch Dahmen immense Aufgaben auf Gesundheitsminister Carsten Linnemann zukommen – und warnt vor „Trugschluss und Irrglauben“.
Der Staat verlasse sich beim Hitzeschutz auf allen Ebenen auf Hausarztpraxen und Kliniken, sagt die Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, Nicola Buhlinger-Göpfarth. Eine Vergütung der Aufklärungsarbeit bleibe Fehlanzeige.
Pflege, Notfall, Primärversorgung, Prävention und mehr: Das Lastenheft des neuen Gesundheitsministers ist prall gefüllt. Die Ärzte Zeitung hat nachgesehen, welche Reformprojekte spätestens nach den Parlamentsferien auf Carsten Linnemann warten.
Vor gut sechs Jahren hat das Bundesverfassungsgericht in einem umstrittenen Beschluss die Rechtslage zur Suizidhilfe erheblich verändert. Seitdem konnte der Bundestag sich nicht auf ein Begleitgesetz verständigen. Warum eigentlich nicht?
Eine neue Untersuchung legt nahe, dass Primärarztsystem und Hausarztzentrierte Versorgung nicht nebeneinander funktionieren. Warum, erklärt der Ökonom und Gesundheitsweise Professor Jonas Schreyögg im Interview mit der Ärzte Zeitung.
Das Apothekengesetz kommt bei Ärztinnen und Ärzten nicht gut an. Die Ausweitung der Befugnisse des Apothekenpersonals gilt ihnen als Gegenteil von evidenzbasierter Medizin. Landespolitiker schlagen andere Töne an.
Die Herausforderungen an das Gesundheitswesen sind immens. Im Interview plädiert der Vorstandsvorsitzende des Verbands der Universitätskliniken, Professor Jens Scholz, für eine bundeseinheitlich systematisierte Versorgungsstruktur.
Mit der Klinikreform sollte eigentlich auch die Ambulantisierung mit großem Schwung vorangetrieben werden. Das gelingt kaum. Und auch die Folgen des Sparpakets für Praxen sind nicht gerade förderlich.
Die Debatte um Nina Warkens GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zeigt wie unter einem Brennglas die Widersprüche der Regierungskoalition auf. Das verheißt nichts Gutes – etwa für das geplante Primärversorgungssystem.
Niedersachsens Gesundheitsminister und GMK-Chef Andreas Philippi unterstützt das Reformtempo des Bundes, pocht aber auf Mitsprache der Länder. Im Interview spricht er über Folgen für den Klinikumbau und warnt vor höheren Beiträgen für Versicherte.
Der Politikwissenschaftler Nils Bandelow spricht mit der Ärzte Zeitung über unterschiedliche Wahrnehmungen von Krise in Politik und Öffentlichkeit und warum Tempo bei der Gesetzgebung für Gesundheitsministerin Nina Warken alternativlos ist.
Die Finanzkommission Gesundheit hat einen ersten Bericht vorgelegt. Er zielt auf eine neue Konzertierte Aktion ab. Denn: Das Gesundheitswesen ist ein schwergewichtiger Wirtschaftsfaktor.
Der Vorsitzende der Finanzkommission Gesundheit Ferdinand Gerlach spricht im Interview mit der Ärzte Zeitung über Verteilungskonflikte, warum das TSVG ausgedient hat und wie eng Versorgungsziele und Versorgungsqualität zusammenhängen.
Vor einem Jahr hat die Bundeswehr ihre Sanitätsdienste im Kommando Gesundheitsversorgung gebündelt. Dr. Johannes Backus berichtet über die Reorganisation, wie die Zusammenarbeit mit zivilen Strukturen funktioniert und worauf es im Krisenfall ankommt.
Die Präsidentin des Berufsverbandes Deutscher Internistinnen und Internisten (BDI) warnt davor, dass das „Hamsterrad“ in Krankenhäusern trotz Vorhaltevergütung nicht zum Stillstand kommt – und hält eine Reform der „Reform der Reform“ für notwendig.
Bei neuen Arzneimitteln im hausärztlichen Bereich passiere „extrem viel“, sagt vfa-Präsident Han Steutel. Er spricht über „Durchbrüche“ bei Typ-1-Diabetes und MASH und erklärt, warum ein schneller Zugang zu neuen Therapien in Deutschland nicht mehr so selbstverständlich ist.
Der Entwurf des Medizinregistergesetzes bietet die Chance, mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Arzneimittelentwicklung zu fördern. Ein Frauen-Netzwerk stört die Unverbindlichkeit der Vorgaben und fordert höhere Dokumentationsstandards für Register.
Mehr Menschen mit medizinischem Versorgungsbedarf, mehr ältere Ärztinnen und Ärzte mit sinkenden Arbeitszeiten: Um die Antwort auf die Frage, wie sich das Gesundheitssystem gegen die Demografie stemmen kann, wird heftig gerungen.
Nach drei Wochen Warten auf Termin folgt eine ambulante Facharztbehandlung im Krankenhaus: Ein Vorschlag von Karl Lauterbach sorgt für Wirbel: Die Krankenhäuser wollen keine Bürgschaft für Mängel in der ambulanten Sicherstellung übernehmen.
Der Vorstandschef des Bundesverbandes Managed Care, Lutz Hager, spricht im Interview über Schmerzpunkte auf dem Weg zu einem Primärversorgungssystem, Haken im Digitalisierungsprozess und weiße Flecken auf der Landkarte.
Aus dem „Primärarztsystem“ des Koalitionsvertrags wird in der Diskussion peu à peu ein „Primärversorgungssystem“. Zu den Stichwortgebern gehört auch ein Ärzteverband. Der Perspektivenwechsel muss nichts Schlechtes verheißen.