Kommentar zur Hormontherapie

Auf der sicheren Seite

Von Peter LeinerPeter Leiner Veröffentlicht:

Seit einer Dekade ist klar, dass die kombinierte Hormonersatztherapie mit einem Östrogen und einem Gestagen das Brustkrebsrisiko erhöht. 2002 musste die randomisierte WHI-Studie, die bis 2005 laufen sollte, wegen dieser Erkenntnis abgebrochen werden.

Die Ergebnisse dieser Studie haben längst Eingang in die bis September 2014 gültige S3-Leitlinie "Hormontherapie in der Peri- und Postmenopause" mit der Empfehlung gefunden., die Risikoerhöhung in die Nutzen-Risiko-Bewertung der Hormonersatztherapie.einzubeziehen

Jetzt stützen Daten der WHIBeobachtungsstudie, also der Nachfolgestudie, die Resultate der Studie aus dem Jahr 2002. Die neuen Daten stehen damit im Gegensatz zu anderen zwischenzeitlich publizierten Studienresultaten und untermauern die deutschen Empfehlungen.

Dass mit den Ergebnissen der Beobachtungsstudie darüber hinaus eine definitive Aussage über die Brustkrebsmortalität gemacht werden kann, war nicht zu erwarten. Es reicht die Erkenntnis, dass bei dieser Form der Hormonersatztherapie mit einer erhöhten Brustkrebs-Sterberate zu rechnen ist.

Frauen können das Brustkrebsrisiko niedrig halten, wenn sie möglichst spät nach Beginn der Menopause mit der Hormonersatztherapie beginnen und die Behandlung möglichst kurz halten. Am besten ist, sie prüfen, ob sich die klimakterischen Beschwerden nicht mit anderen Strategien lindern lassen.

Lesen Sie dazu auch: Bei Hormonkombitherapie: Erhöhtes Brustkrebsrisiko erneut bestätigt

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