Demenz

Demenzforschung - Wer erhält den Zuschlag?

HEIDELBERG (mm). Schon Anfang März könnte eine erste Entscheidung darüber fallen, wo das Nationale Zentrum für Demenzforschung angesiedelt werden wird.

Veröffentlicht: 29.01.2008, 05:00 Uhr

Auch die Region Heidelberg/Mannheim will sich als Standort für das neue Zentrum bewerben. Berlin und München bereiten sich ebenfalls auf eine Bewerbung vor. Ende des Monats soll die Ausschreibung für das Zentrum starten.

"Das Nationale Zentrum für die Bekämpfung von Demenzen soll ein Leuchtturm sein und uns bei der Erforschung von altersbedingten neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer international an die Spitze führen", hatte Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan vor wenigen Wochen in Berlin betont. Das Nationale Zentrum soll nach den Plänen der Ministerin sogar Ende 2008/Anfang 2009 seine Arbeit aufnehmen können. Mit bis zu 60 Millionen Euro will Schavan die Demenzforschung jährlich fördern.

Derzeit sind in Deutschland rund eine Million Frauen und Männer in der Gruppe der über 65-Jährigen an Demenz erkrankt. Und jedes Jahr kommen rund 200 000 Neuerkrankungen hinzu. Demenzen gehören zu den häufigsten und folgenschwersten neurodegenerativen Erkrankungen.

Das neue Zentrum soll künftig die Demenzforschung bundesweit koordinieren. Etwa zehn Hochschulen und außeruniversitäre Einrichtungen, die bei der Demenzforschung exzellente Arbeit leisten, sollen als Satelliteneinrichtungen in das Konzept eingebunden werden. "Für mich spielen hier auch die Ziele der Bundesregierung eine wichtige Rolle, im Innovationsdialog Ost die Kompetenzen in den neuen Ländern besonders zu stärken", so Schavan.

In Heidelberg seien die Voraussetzungen für ein Nationales Zentrum günstig, ist man im Rhein-Neckar-Kreis überzeugt. Bereits jetzt schon biete die Region mit ihren vielen Forschungseinrichtungen und Kliniken ein starkes Netzwerk. Dazu gehören die Unikliniken Heidelberg und Mannheim, das Deutsche Krebsforschungszentrum DKFZ in Heidelberg, das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim und das Netzwerk Altersforschung in Heidelberg.

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