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Drei Elektroden im Herzen verringern Sterberate

ORLANDO (ob). Erneut ein großer Erfolg in der Herzinsuffizienz-Therapie: Wie die jetzt präsentierten Ergebnisse der CARE-HF-Studie belegen, verringert die kardiale Resynchronisationstherapie bei bestimmten Patienten mit Pumpfunktionsstörung Sterberate und Morbiditätsrate in erheblichem Maße.

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Die kardiale Resynchronisationtherapie (KRT) ist ein neues Therapieverfahren, von dem potentiell etwa 30 Prozent aller Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz profitieren könnten. Es sind dies diejenigen Patienten, bei denen ein asynchrones Pumpverhalten der beiden Ventrikel besteht, das Folge einer verzögerten Erregungsleitung im Herzen ist.

Bei der KRT wird diese sogenannte interventrikuläre Asynchronie per Schrittmacherstimulation korrigiert. Diese Therapie verbessert die Herzleistung, verringert Symptome wie Atemnot und erhöht Belastbarkeit und Lebensqualität.

Eine internationale Forschergruppe um Professor John Cleland hat in der CARE-HF-Studie (Cardiac Resynchronisation - Heart Failure) den Einfluß der KRT auf Morbidität und Mortalität untersucht. Insgesamt 813 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium III/IV) und nachweisbarer interventrikulärer Asynchronie wurden für die Studie ausgewählt.

Bei jedem zweiten Teilnehmer wurde ein Gerät für die Resynchronisation unter die Haut implantiert, das die Größe einer flachen Streichholzschachtel hat und über drei Elektroden mit dem Herzen verbunden ist. Alle Studienteilnehmer erhielten die bestmögliche medikamentöse Therapie. Die mittlere Dauer der Verlaufsbeobachtung betrug 2,5 Jahre.

Primärer kombinierter Endpunkt waren die Ereignisse Tod sowie durch kardiovaskuläre Komplikationen bedingte Klinikeinweisungen. In der Kontrollgruppe betrug die Rate dieser Ereignisse am Ende 55 Prozent, im Vergleich zu 39 Prozent in der Gruppe mit KRT. Dies entspricht einer signifikanten Reduktion um 37 Prozent durch Resynchronisation, berichtete Studienleiter John G. F. Cleland vom Castle Hill Hospital in Kingston upon Hull/ Großbritannien beim Kongreß.

Die Rate für die Gesamtsterblichkeit wurde im Studienzeitraum von 30 Prozent in der Kontrollgruppe durch KRT auf 20 Prozent gesenkt - eine wiederum signifikante Reduktion um 36 Prozent. Der günstige Einfluß auf Symptomatik und Lebensqualität wurde erneut bestätigt.

Die mit der KRT additiv zur Standardtherapie erzielte Reduktion der Sterblichkeit entspreche dem prognostischen Nutzen der Betablocker bei Herzinsuffizienz, so Cleland. Durch Implantation von neun Geräten lassen sich nach seiner Kalkulation ein Todesfall und drei Klinikeinweisungen infolge schwerer kardiovaskulärer Komplikationen vermeiden.

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