Drei Prinzipien gegen pulmonale Hypertonie

MANNHEIM (wst). Zur Palliativ-Therapie bei pulmonal-arterieller Hypertonie stehen drei spezifische Medikamente zur Verfügung. Bringt eine Monotherapie keinen ausreichenden Effekt, bieten sich Kombinationen der verschiedenen Wirkstoffe an.

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Unter den Wirkstoffen zur Behandlung bei pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) gibt es bislang drei Gruppen mit unterschiedlichen Wirkprinzipien: Orale Antagonisten am Endothelinrezeptor wie Bosentan oder Sitaxentan, intravenöse Prostazyklinanaloga wie Iloprost und schließlich den ebenfalls oral einnehmbaren PDE-5-Hemmer Sildenafil (in dieser Indikation Revatio®). Daran hat Dr. Siegrun Mebus vom Deutschen Herzzentrum in München bei einem Symposium zum Kardiologenkongress in Mannheim erinnert. Ziel jeder Therapie sei, die körperliche Belastbarkeit zu erhöhen und die Progression der Erkrankung zu verlangsamen. Deshalb sei eine möglichst frühe medikamentöse Therapie sinnvoll, sagte Mebus auf der vom Unternehmen Pfizer unterstützten Veranstaltung. Bislang seien die Wirkstoffe jedoch nur bei Patienten mit pulmonal-arterieller Hypertonie in den WHO-Funktionsklassen III und IV zugelassen.

In der Zulassungsstudie für Sildenafil fehlen zudem Patienten mit Eisenmenger-Reaktion, also in weit fortgeschrittenen Krankheits-Stadien. Deshalb seien Pilotdaten offener, unkontrollierter Studien interessant, die speziell auch bei Patienten mit Eisenmenger-Reaktion einen deutlichen symptomatischen Nutzen von Sildenafil erwarten lassen, sagte Mebus. Große, kontrollierte Studien dazu seien bereits angelaufen.

Studienbedarf besteht auch bezüglich möglicher Kombinationstherapien. Diese sind zwar theoretisch vielversprechend, zunächst müssen jedoch Interaktionen genau untersucht werden. Von Sildenafil etwa sei bekannt, dass es den Bosentan-Spiegel erhöht, während Bosentan den Sildenafil-Spiegel erniedrigt.

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