Dreimonats-Spritze mit Testosteron kommt bald

MÜNSTER (grue). Der Serum-Testosteron-Wert sollte bei Männern nicht unter 12 nmol/ l liegen. Für Männer mit Testosteron-Mangel und Hypogonadismus kommt im November eine Dreimonats-Spritze zur Testosteron-Substitution auf den Markt.

Veröffentlicht:

Seit sechs Jahrzehnten wird natürliches, verestertes Testosteron zur Therapie von Männern mit Androgen-Defizit verwendet. Es werden Hormon-Implantate, intramuskuläre Injektionspräparate sowie hormonhaltige Tabletten, Pflaster und Gele angeboten. Ab November wird es mit Nebido® auch eine Dreimonats-Spritze mit Testosteron-Undecanoat geben. "Diese Medikamente sind sicher in der Anwendung, aber jede Hormontherapie muß regelmäßig überwacht werden", sagte Professor Hermann Behre aus Halle.

Die Serum-Testosteronspiegel sollten bei Substitution im unteren Bereich des Normwerts von 12 bis 35 nmol/l liegen. Dafür müsse die Dosis mitunter mehrfach angepaßt werden, so Behre bei einer Veranstaltung des Unternehmens Jenapharm in Münster. Zur Therapieüberwachung gehört auch die Untersuchung der Prostata, die wiederholte PSA-Bestimmung und die Blutbildkontrolle. Ältere Männer sollten dafür alle drei Monate zum Arzt gehen, sagte Behre.

Ein Hormonersatz kommt nach ausführlicher Beratung für Männer mit Beschwerden durch Hormonmangel wie Osteoporose, Muskelschwund, Libidoverlust oder eine leichte Anämie in Frage, wenn ein Testostoron-Defizit besteht. Allerdings schwankt der Androgenspiegel erheblich. Das hängt von der Tageszeit und jahreszeitlichen Einflüssen ab, so Behre. Außerdem weichen die Hormonbestimmungen der Labore zu über 50 Prozent von den im Massenspektroskop gemessenen Werten ab. "Die Testosteronspiegel sollten deshalb immer vom gleichen Labor bestimmt werden", so Behre.

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

© samunella / stock.adobe.com

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Abb. 1: Reduktion von HWI-Rezidiven nach initialer Verordnung des Phytotherapeutikums im Vergleich zur initialen Verordnung eines Antibiotikums

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [1]

Real-World-Daten zu unkomplizierten Harnwegsinfektionen

Pflanzliches Arzneimittel: weniger Rezidive als unter Antibiotikum

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Repha GmbH Biologische Arzneimittel, Langenhagen
Abb. 1: Typische Laborbefunde bei paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH)

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [1, 7, 8]

Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie

Unklare Hämaturie – auch an PNH denken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie eine Gynäkologin ihre Krebserkrankung in einem Comic verarbeitet

Herzinfarkt-Prävention

Diabetes: Grippeimpfung schützt das Herz!

Lesetipps
Maske

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Ein Mann zieht an einem riesigen Virus.

© freshidea / stock.adobe.com

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein