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Durch H1N1-Impfung wurden neue Impflinge gewonnen

BERLIN (hub). Die Impfung gegen Schweinegrippe war für viele Impflinge in Bremen die erste Grippe-Impfung im Leben überhaupt. Sie könnten auch künftig offen für eine Impfung gegen saisonale Influenza sein.

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Ende Oktober 2009 startete im Bundesland Bremen die Impfaktion gegen das pandemische H1N1-Virus. Bis Anfang Januar erhielten knapp 25 000 Bremer die Impfung. Wie in Deutschland insgesamt, war die Impfrate in Bremen mit 4,3 Prozent niedrig. Das berichtet das Robert Koch-Institut (Epid Bull 2010; 13: 12). Vor allem Menschen mittleren Alters nahmen in Bremen die H1N1-Impfung an. Das mediane Alter lag bei 49 Jahren. Die Zahlen stammen aus der Evaluation der Impfkampagne im Rahmen der Kommunalen Gesundheitsberichterstattung.

Die Hälfte der gegen das neue H1N1-Virus Geimpften ließ sich dabei in der Vergangenheit jedes Jahr oder fast jedes Jahr gegen saisonale Influenza impfen. 20 Prozent hatten gelegentlich eine Grippe-Impfung bekommen. Jeder dritte der H1N1-Geimpften hatte sich nie zuvor gegen Grippe impfen lassen. Für diese Gruppe war die Schweinegrippe-Impfung somit die erste Erfahrung mit einer Grippe-Impfung. Vier von fünf Geimpften waren in den vergangenen zehn Jahren gegen weitere Infektionskrankheiten geimpft worden, zumeist gegen Tetanus, Diphtherie oder Hepatitis A oder B.

Fast drei Viertel der Impflinge erfuhren aus den Medien zuerst von dem Impfangebot gegen die Schweinegrippe, 14 Prozent zuerst von ihrem Arzt. Zur Erinnerung: In Bremen wurde die Impfkampagne früh geplant, die jeweiligen Impfgruppen in festgelegter Reihenfolge geimpft. Informationen darüber verbreiteten die Gesundheitsbehörden vor allem über die Medien. Die Studienautoren beklagen, dass - wie bei vielen Gesundheitsaktionen - der Anteil der Menschen mit geringem Sozialstatus unter den Impflingen relativ klein war.

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