Erste Hilfslieferungen für Libanon

BEIRUT (dpa/eb). Von der libanesischen Hauptstadt Beirut ist gestern der erste Hilfskonvoi der Vereinten Nationen zu den Vertriebenen im Süden des Landes aufgebrochen.

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Mit zehn Lastwagen, die 90 Tonnen Lebensmittel und medizinische Hilfsgüter transportierten, brachen die Helfer am Morgen in Richtung Tyrus auf. Das bestätigte ein UN-Sprecher, der den Konvoi begleitete.

Die UN-Helfer hatten zuvor von Israel Sicherheitsgarantien für den Hilfstransport eingeholt, weil es in der Umgebung von Tyrus seit Beginn der Kämpfe zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz israelische Luftangriffe mit vielen Toten gegeben hat.

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) beginnt mit Hilfslieferungen in den Libanon. Ein mit 20 Tonnen Babynahrung beladener Lastwagen werde am Donnerstag von Bremen aus in die Krisenregion aufbrechen, teilte die Organisation gestern mit. DRK-Präsident Rudolf Seiters warnte, "bei allen politischen Bemühungen" die akute Gefährdungslage der Zivilbevölkerung nicht zu vergessen.

Etwa 110 000 Menschen in der Gegend der südlibanesischen Stadt Tyrus seien von Nahrungs- und Trinkwassermangel bedroht. In der nächsten Woche soll ein weiterer Transport von Bonn aus in die Krisenregion starten. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat bereits zwei Hilfskonvois nach Tyrus gebracht, darunter medizinisches Material und Lebensmittelpakete für 4000 Menschen.

Caritas Libanon hat in der vergangenen sechs Tagen über 70 000 Flüchtlinge versorgt, teilt der Deutsche Caritasverband mit. "Wir wissen angesichts des weiter steigenden Andrangs nicht mehr, wo wir die Flüchtlinge noch unterbringen sollen", sagte George Khoury, Direktor von Caritas Libanon.

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