Suchtkrankheiten

Fast jeder zweite Jugendliche raucht nie

KÖLN (iss). Deutsche Jugendliche greifen seltener zum Glimmstengel. Der Anteil der 12- bis 19jährigen, die nie rauchen, ist von 2001 bis 2005 von 36 Prozent auf 45 Prozent gestiegen.

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In Ergänzung zu früheren Erhebungen hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in den Jahren 2003 und 2005 jeweils 3600 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren vom Institut Forsa zum Thema Rauchen befragen lassen. Die repräsentativen Umfragen basierten auf Telefoninterviews, eine weitere ist in Planung.

Von 2003 bis 2005 ist die Raucherquote - also die Zahl der ständigen oder gelegentlichen Raucher - von 28 Prozent auf 26 Prozent zurückgegangen. Das ist der niedrigste Wert seit 1979. "Dieser Rückgang beschränkt sich auf die weiblichen Jugendlichen, und bei diesen auf die Gelegenheitsraucherinnen", heißt es in dem Bericht zu der Befragung. Die Zahl der starken und der ständigen Raucher sei dagegen nicht gesunken.

"Die Bereitschaft der Raucher, mit dem Rauchen aufzuhören, ist nicht gestiegen, sondern eher zurückgegangen", schreiben die Autoren. Das liege vor allem daran, daß die Jugendlichen nicht wissen, wie sie von der Zigarette loskommen. "Vor allem die 12- bis 15jährigen erwarten Informationen darüber, wie man sich das Rauchen abgewöhnt."

Die meisten jungen Menschen sind davon überzeugt, daß Rauchen negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat. 2003 hielten es 88 Prozent der Befragten für ziemlich oder sehr gesundheitsschädlich, 2005 waren es 91 Prozent. "Die Kombination aus gesetzgeberischen Maßnahmen und bundesweiten Präventionsangeboten zur Förderung des Nichtrauchens hat sich bewährt", sagte BZgA-Direktorin Dr. Elisabeth Pott.

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