Forderung: Mehr Forschernetzwerke zu M. Alzheimer

MAINZ (dpa). Für die Erforschung der Alzheimer-Krankheit müssen sich Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen besser vernetzen. Das fordert der Mainzer Biochemiker Professor Christian Behl.

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Trotz der 100jährigen Forschung sei bisher weder die Ursache der Alzheimer-Krankheit zweifelsfrei bestimmt worden noch eine Heilung möglich. Deshalb müßten weitere Zugänge zu dem Problem als nur rein medizinische gefunden werden, sagt Behl.

"Wir können die Krankheit heute zwar mit Medikamenten verzögern, aber leider immer noch nicht heilen", bedauerte der Leiter des Mainzer Interdisziplinären Forschungszentrum für Neurowissenschaften (IFZN).

Behl ist überzeugt, daß die Ursache der Krankheit schneller gefunden würde, wenn verschiedene wissenschaftliche Disziplinen noch besser zusammenarbeiten würden. Im IFZN sitzen etwa Mediziner, Psychologen, Biologen, Chemiker und Geisteswissenschaftler an einem Tisch.

"Eines der vom IFZN geförderten Forschungsprojekte ist in der Gedächtnissprechstunde der psychiatrischen Uniklinik angesiedelt. Mediziner dokumentieren dort die geistigen Fähigkeiten von Patienten. Biochemiker versuchen gleichzeitig, Veränderungen in der Hirnflüssigkeit zu benennen, um einen zuverlässigen Indikator für Alzheimer zu entwickeln", so Behl. Seine Hoffnung: Wenn die Krankheit mit einer solchen Methode früh erkannt werden könnte, könnte die Progression früh gebremst werden, etwa mit Medikamenten und Gehirntraining.

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