Rheuma

Frühdiagnostik bei Rheuma - Hausärzte sind auf richtigem Weg

NEU-ISENBURG (hub). Hausärzte stellen bei Rheuma schneller eine Verdachtsdiagnose als früher: So dauert es etwa für Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) heute maximal 1,5 Jahre bis zur Vorstellung beim Rheumatologen. 1993 waren es noch zwei Jahre.

Veröffentlicht: 12.10.2006, 08:02 Uhr

Einen großen Beitrag für diesen Fortschritt hat die bessere Zusammenarbeit von Hausärzten und Rheumatologen geleistet, betont Professor Elisabeth Märker-Hermann aus Wiesbaden. "Hausärzte stellen heute früher eine Verdachtsdiagnose auf Rheumatoide Arthritis", sagte die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" zum heutigen Welt-Rheumatag.

Das ist Voraussetzung, um die Patienten in Frühsprechstunden der Rheumazentren zu überweisen. Ziel der Leitlinie "Management der frühen RA" ist die Vorstellung innerhalb von sechs Wochen.

"Dabei ist die richtige Vorauswahl der Patienten wichtig", so Märker-Hermann. Ein Verdacht auf RA liegt dann vor:

  • zwei oder mehr geschwollene Gelenkregionen seit mehr als sechs Wochen
  • symmetrisches Verteilungsmuster
  • Morgensteifigkeit von mehr als einer Stunde
  • erhöhter CRP- oder BSG-Wert.

Für die medikamentöse Therapie in der Wartezeit empfiehlt die Rheumatologin NSAR. "Das ist immer möglich", so Märker-Hermann. Doch auch niedrig dosierte Steroide bis 10 mg pro Tag können verordnet werden. Zur Information des rheumatologisch tätigen Kollegen müßten dann aber die Gelenkschwellungen gut dokumentiert werden. "Das geht schriftlich durch Beschreiben oder auch mit Fotos."

Weitere Infos zu Rheuma im Internet: www.rheumanet.org, www.dgrh.de, www.rheuma-liga.de

Mehr zum Thema

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie

Appell an Ärzte, Daten zu COVID-19 und Rheuma zu liefern

Gesellschaft für Rheumatologie

Wegen DRG gibt es zu wenige Rheumatologen

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Prominente warnen vor Entwertung des Lebens alter Menschen

Ruf nach „moralischer Revolte“

Prominente warnen vor Entwertung des Lebens alter Menschen

Cabotegravir: Potenzial zur PrEP-Spritze?

HIV-Infektion

Cabotegravir: Potenzial zur PrEP-Spritze?

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden