Kommentar

Frühe Therapie lohnt sich

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Was bei Alzheimer und MS längst bekannt ist, gilt nun offenbar auch für Parkinson: Je früher die Patienten behandelt werden, um so besser für sie. Denn der Verlauf der Erkrankung lässt sich durch eine frühe Behandlung verzögern.

Sicher, absolut wasserdicht ist der Nachweis nicht, der jetzt erstmals in der ADAGIO-Studie für ein Parkinson-Medikament gelungen ist. So erscheint es zunächst paradox, dass zwar für die 1-mg-Dosierung, nicht aber für die 2-mg-Dosierung von Rasagilin eine signifikante Verzögerung des Krankheitsverlaufs beobachtet wurde.

Als plausibelste Erklärung nennen die Studienautoren eine stärkere symptomatische Wirksamkeit der höheren Dosis, die den schwächeren Effekt auf die Krankheitsprogression maskiert, was daran liegen könnte, dass die Patienten alle noch in einem sehr frühen Stadium waren. So ließ sich in der Quartile mit den am stärksten erkrankten Patienten auch mit der 2-mg-Dosierung eine signifikante Progressionsverzögerung beobachten, dies war auch in der kleineren TEMPO-Studie mit Rasagilin der Fall, an der stärker kranke Patienten teilnahmen.

Vieles spricht also dafür, dass der Effekt kein Artefakt ist. Man darf nun gespannt darauf sein, was Studien mit anderen Medikamenten ergeben.

Lesen Sie dazu auch: Morbus Parkinson lässt sich bremsen

Ihr Newsletter zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

S3-Leitlinie Mammakarzinom

Brustkrebs: So viel Sport ist empfehlenswert

Lesetipps
Älterer Mann sitzt in einem dunklen Raum umgeben von einem Stapel Akten.

© stokkete / stock.adobe.com

Anwältin erläutert Fristen

Regressbescheid nach 10 Jahren – ist das rechtens?

Eine Ärztin zeigt einer Patientin eine Kanüle.

© Angelov / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

Vierte Säule

Diese Impfungen sind wichtig für die kardiovaskuläre Prävention