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Giftnotruf in Erfurt jetzt online erreichbar

ERFURT (dür). Das gemeinsame Giftinformationszentrum (GGIZ) der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ab sofort im Internet erreichbar.

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Die Homepage informiert über das richtige Verhalten bei Verdacht auf Vergiftungen. Darüberhinaus informiert das GGIZ über häufige Vergiftungsfälle und teilt mit, wie sich die Anfragen auf die einzelnen Bundesländer verteilen.

Das vor zehn Jahren gegründete GGIZ mit Sitz im Erfurter Helios-Klinikum wird pro Monat von etwa 1000 bis 1400 Anrufern konsultiert. Mit 46 Prozent kommt die größte Zahl der Anfragen von Kliniken. Am zweithäufigsten suchen Privatpersonen Hilfe bei Vergiftungsfällen (30 Prozent), gefolgt von niedergelassenen Ärzten mit 16 Prozent. Die Beratungen haben sich seit der Gründung etwa verdoppelt.

Bei Erwachsenen stehen Vergiftungen oder der Verdacht auf Vergiftung mit Arzneimitteln im Vordergrund, wobei Vergiftungsunfälle mit Medikamenten häufig in suizidaler Absicht herbeigeführt werden. Bei Kindern sind Vergiftungen durch chemisch-technische Produkte am häufigsten.

Das GGIZ ist 24 Stunden erreichbar unter Tel. 0361/730 730. Internet: www.ggiz-erfurt.de

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