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Kooperation | In Kooperation mit: medizinischen Fachgesellschaften und in der Onkologie aktiven Pharmaunternehmen

Diagnose Krebs

Gute Aussichten für Krebspatienten bis 2023

Die Diagnose einer Krebserkrankung ist für die Betroffenen selbst, für die Angehörigen und auch für die Gesellschaft eine Herausforderung. Denn was nach der Diagnose folgt, ist noch immer meist ein Kampf mit offenem Ausgang.

Von Han Steutel Veröffentlicht:
Han Steutel ist Präsident des Verbands der forschenden PharmaUnternehmen (vfa)

Han Steutel ist Präsident des Verbands der forschenden PharmaUnternehmen (vfa)

© vfa

Forschende pharmazeutische Unternehmen sind dem langfristigen Ziel von stetig weniger Krebstoten (oder sogar null Krebstoten) verpflichtet: Von allen ihren Medikamentenprojekten, die schon bis Ende 2023 zu einer Zulassung oder einer Zulassungserweiterung führen könnten, betreffen 206 – und damit rund 47 Prozent – die Krebstherapie. Und ähnlich sieht es in der laufenden Laborforschung für neue Medikamente nach 2023 aus. Das hat die Erhebung „Perspektive 2023“ bei den Mitgliedern des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen erst kürzlich gezeigt.

Diese Priorisierung passt zur politischen Schwerpunktsetzung in Deutschland (mit seiner „Nationalen Dekade gegen Krebs“) und der EU; die wurde kürzlich mit der von Deutschland, Slowenien und Portugal formulierten Deklaration „Europe: Unite against Cancer“ bekräftigt.

Vor allem aber folgt sie dem Leitgedanken, den nicht abreißenden Wissenszustrom aus der onkologischen Grundlagenforschung rasch translativ für Patientinnen und Patienten nutzbar zu machen.

Welche Projekte laufen?

Dass es so viele onkologische Projekte sind, liegt aber auch an der hohen Zahl unterschiedlicher Tumorentitäten. Allein die Projekte in der Erhebung adressieren 44 davon. Und meist muss weiter nach Mutationsstatus, Krankheitsstadium, Therapielinie und nach Mono- oder Kombinationstherapie unterschieden werden.

Die meisten Projekte entfallen auf das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom, gefolgt von Mamma- und Prostatakarzinom, Multiplem Myelom und akuter myeloischer Leukämie.

Von den Wirkprinzipien her fahren die Hersteller weiterhin vielgleisig. Unter den immunonkologischen Projekten dominieren solche mit Checkpoint-Inhibitoren auf Antikörperbasis (rund ein Drittel der Projekte), gefolgt von CAR-T-Zellen und ähnlich modifizierten T-Zellen. Doch auch das Potenzial der Inhibition verschiedener Kinasen wird weiter ausgeschöpft (knapp ein Viertel der Projekte).

Zu diesen Wirkprinzipien, die schon Enormes für die Chancen der Patienten bewirkt haben, kommen zunehmend noch Antikörper-Wirkstoff-Konjugate und ganz neuartige Ansätze, etwa die Überwindung von Differenzierungsblockaden in Tumorzellen.

Nicht nur die Onkologie profitiert

Diese Aktivitäten kommen nicht nur der Onkologie zugute. Schon mehrfach haben sich ja für die Hämatologie entwickelte Wirkstoffe auch gegen bestimmte Autoimmunkrankheiten bewährt. Nun könnten einige Onkologika auch gegen SARS-CoV-2 wirksam sein.

An vielen klinischen Prüfungen für onkologische Projekte sind deutsche Kliniken und Praxen beteiligt; endlich auch, wenn es um CAR-T-Zellen geht. UK und Spanien machen vor, dass die Studienaktivität trotzdem noch intensiver sein kann.

Unternehmen, Ärzteschaft, Klinikmanagement und Behörden sollten daher zusammen darauf hinwirken, dass Deutschland wieder Europas Nummer 1 bei klinischen Prüfungen wird – nicht um des Meistertitels willen, sondern weil das den Patienten und dem State of the Art in Deutschland zu Gute käme. Die Unternehmen schätzen von je her die hohe Datenqualität deutscher Studienzentren und würden sie gerne verstärkt einbeziehen.

Überhaupt kann es stetige Verbesserungen in der Versorgung von Patienten mit Krebserkrankungen nur geben, wenn Ärzte neue Möglichkeiten nutzen können und ihre Erfahrungen damit wiederum mit denen teilen, die die nächste Generation besserer Diagnose- und Behandlungsoptionen entwickeln. Lassen Sie uns also die nächsten Schritte hin zum Fernziel der „Vision Zero“ gemeinsam gehen!

Mehr zum 6. Symposium „Innovations in Oncology. Vision Zero“ lesen Sie auf unserer Sonderseite.

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