Suchtkrankheiten

Herzmediziner fordern breites Rauchverbot

NÜRNBERG (dpa). Die deutschen Herzmediziner fordern zum Schutz von Nichtrauchern effektive und flächendeckende Rauchverbote. "Öffentliche Gebäude und Gaststätten müssen endlich auch in Deutschland rauchfrei werden", sagte Professor Helmut Gohlke auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Nürnberg.

Veröffentlicht: 09.10.2006, 08:00 Uhr

"Wir sind besorgt darüber, daß der deutsche Gesetzgeber als einer der letzten in Europa die Bevölkerung nicht vor den Gefahren des Passivrauchens schützt", sagte Gohlke, Chefarzt am Herz-Zentrum Bad Krozingen und Verfasser eines Briefes an Bundeskanzlerin Angela Merkel, den dreizehn medizinische Fachgesellschaften und die Deutsche Herzstiftung unterzeichnet haben.

Es sei wissenschaftlich klar nachgewiesen, daß Passivrauchen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, chronischen Lungenerkrankungen und Plötzlichem Kindstod führen könne. Gohlke verwies auf positive Erfahrungen mit dem öffentlichen Rauchverbot in anderen Ländern. So sei einer neuen Studie zufolge in Italien innerhalb von fünf Monaten die Zahl der Herzinfarkte um elf Prozent zurückgegangen.

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