10 dB weniger

Hörverlust direkt nach dem Popkonzert

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LOS ANGELES. Ein Popkonzert senkt die Hörschwelle beträchtlich, so eine Studie mit 29 jungen Erwachsenen.

Bei 2000 bis 4000 Hz hatte sie sich im Schnitt um 6,4 dB nach oben verschoben, ein Drittel erlitt einen Hörverlust von mehr als 10 dB in mindestens einem Ohr bei diesen Frequenzen.

54 Prozent hörten schlechter als zuvor, ein Viertel nahm Klingeln wahr, über die Hälfte Ohrdruck (Otol Neurotol 2012; 33: 1136). (mut)

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Kommentare
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Dr. Horst Grünwoldt

Lärmschäden

Es ist schon seit vielen Jahren erschreckend, wie wenig sich die Gesundheits- und Umweltämter für die Lärmquellen Popkonzert (outdoor) und Diskotheken (indoor) interessieren. Beide sind schließlich öffentliche Veranstaltungen, denen sich vor allem Jugendliche offensichtlich ahnungslos und wiederholt aussetzen.
Stattdessen nehmen staatliche oder beauftragte Messtrupps jahrelang kostspielige Untersuchungen über Dauer-Lärmpegel des fließenden Verkehrs in den Straßenzügen unserer großen Städte durch, die letztlich der Gewöhnung unterliegen und wenig Gesundheitsrelevanz haben.
Dagegen sind die gesundheitlichen Gefahren durch Schalldruck-Spitzen seit langem bekannt. Insbesondere sind es die irrsinnigen "drum-machines" mit ihren hämmernden Rythmen und der Emission der tiefen Bässe.
Schließlich besteht nicht nur bei längerem Ausgesetztsein gegenüber dieser Lärmquelle das Risiko von akuten Gehör- und Hirnstörungen, sondern sogar wg. der Beeinflussung des autonomen Reiz-Leitungs-Systems unseres Herzens die akute Gefahr von cardiologischen Schäden.
Geradezu skandalös ist die Untätigkeit der zuständigen Behörden bei der Überwachung des In-Verkehr-Bringens von Sprengstoffen; sprich: die Zulassung des Verkaufs von Explosiv-Körpern wie "Chinaböller" u.a. zum Sylvester-Feuerwerk!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (FTA für Hygiene) aus Rostock


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