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Karpaltunnelsyndrom ließ ein kleines Mädchen nicht schlafen

STARNBERG (ner). Das Karpaltunnelsyndrom ist eigentlich als eine Erkrankung von Erwachsenen bekannt. Daß man aber immer auch bei Kindern mit diesem Beschwerdebild rechnen muß - diese Erfahrung hat ein Kollege aus Starnberg gemacht.

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Zu Dr. Michael Strassmaier ins Klinikum Starnberg kamen besorgte Eltern mit ihrer vierjährigen Tochter. Seit Wochen wurde es nachts wegen sehr starker Schmerzen in der Hand wach. Dabei seien immer die ersten drei Finger taub geworden, was sich nur durch Schütteln der Hand besserte, berichtet Strassmaier (Orthopäd & Rheuma 1, 2006, 43).

Die klinische Untersuchung ergab keine auffälligen Befunde. Lediglich bei genauem Nachfragen gab das Mädchen milde Taubheitsgefühle am Daumen an. Auf eine invasive Messung der Nervenleitgeschwindigkeit verzichtete der Handchirurg. Stattdessen erfolgte eine Magnetresonanz-Tomographie. Auf den Bildern war eine verdächtige Struktur am Boden des Karpalkanals zu entdecken.

Bei der Operation stellte sich schließlich heraus, daß es sich um ein großes synoviales Ganglion handelte. Der Nervus medianus war weder eingeengt noch strukturell verändert. Nach Entfernung des Ganglions waren die Beschwerden sofort verschwunden. Es traten weder postoperative Probleme noch langfristige Beeinträchtigungen des Handwachstums infolge der Retinakulum-Spaltung auf.

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