Kombitherapie bei hohem LDL hat Vorteile

HAMBURG (nke). Die Zielwerte für das LDL werden in der KHK-Prävention trotz Statintherapie häufig nicht erreicht. Eine Erhöhung der Statindosis reicht aber oft nicht aus oder wird nicht toleriert. Eine Alternative ist die kombinierte Anwendung eines Statins mit dem Cholesterinresorptionshemmer Ezetimib.

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"Die Cholesterinresorption im Darm mit Ezetimib zu reduzieren ist ein pharmakologischer Ansatz, der die Statintherapie besser ergänzt als alle bisherigen lipidsenkenden Therapien", betont Professor Heyo Kroemer von der Uni Greifswald. Ezetimib reduziert die Resorption von Cholesterin im Darm um etwa 50 Prozent. Es kurbelt aber auch die endogene Cholesterinsynthese an. Dem wirkt das Statin entgegen. Durch Kombination beider Wirkprinzipien wie etwa bei Inegy® (Ezetimib plus Simvastatin) werde ein komplementärer Effekt erzielt.

"In zahlreichen Studien war die Kombination Ezetimib plus Statin einer Monotherapie mit Statinen über alle Dosierungen überlegen", sagte der Pharmakologe bei einem Symposium der Unternehmen MSD und Essex Pharma in Hamburg. Günstig sei, dass Simvastatin und Ezetimib und sich in ihrem Stoffwechsel nicht beeinflussten.

Dass die KHK-Prävention immer noch verbesserungswürdig ist, belegte Dr. Anselm Gitt vom Institut für Herzinfarktforschung in Ludwigshafen mit Daten aus dem ACOS-Register. Es umfasst Daten von etwa 17 000 Patienten, die mit akutem Koronarsyndrom in Kliniken eingeliefert wurden. Fast die Hälfte von ihnen hatte eine bekannte KHK oder ein KHK-Risikoäquivalent (Diabetes, pAVK, früherer Apoplex). Weniger als ein Drittel von ihnen war mit einem Statin behandelt, 60 Prozent der Behandelten hatten trotzdem ein LDL über 100 mg/dl. Die Analyse des Krankheitsverlaufs ergab: "Patienten mit Statinbehandlung, hatten eine niedrigere Sterberate", so Gitt.

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