Mehr Allergiker durch aggressivere Pflanzenpollen?

LÜBECK (dpa). Die Zahl Heuschnupfen-Kranker in Deutschland wird auf mittlerweile 20 Millionen geschätzt. Nur jeder Vierte lässt sich von einem Facharzt behandeln. Und nur jeder Zehnte erhält eine spezifische Immuntherapie.

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Einen Grund für die Zunahme von Heuschnupfen-Erkrankungen gerade in Großstädten sehen Forscher in veränderten Pflanzenpollen. Birken- und Gräserpollen setzen bei hoher Schadstoffbelastung demnach vermehrt Eiweißstoffe und spezielle Fettsäuren frei, die Pollen-assoziierten Lipidmediatoren (PALM).

"Das könnte mit eine Erklärung sein, warum Pollen in den vergangenen Jahrzehnten scheinbar so aggressiv geworden sind", sagte Privatdozentin Claudia Traidl-Hoffmann von der TU München Deutschen Allergie-Kongress in Lübeck.

Ebenso nehmen Nahrungsmittelallergien zu: Vor zehn Jahren reagierten etwa zwei Prozent der Kinder in Deutschland allergisch auf Erdnüsse, heute seien es bereits mehr als zehn Prozent. Auch die Zahl von Birkenpollenallergikern, die auch auf Sojaeiweiß allergisch reagieren, steige. Und es gibt mehr Lupinenmehl-Allergien. Weil Lupinen viel Eiweiß enthalten, wird das Mehl häufig in Speisen für Milcheiweiß-Allergiker oder Vegetarier verwendet.

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© Hintergrundmotiv: © [M] michellegibson / Getty Images / iStock; Portrait Prof. Dr. Beyer: © [M] Prof. Dr. Beyer; Portrait Prof. Dr. Hamelmann: © [M] Prof. Dr. Hamelmann

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