Metaanalyse stützt Einmaltherapie gegen Fußpilz

MÜNCHEN (wst). Bei mehrwöchiger Therapie mit einem topischen Antimykotikum lässt bekanntlich bei vielen Patienten die Compliance nach. Seit einem Jahr besteht die Möglichkeit, eine Tinea pedis mit einer einzigen Applikation dauerhaft zu beseitigen.

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Es gebe keine topische Substanz, die gegen Dermatophyten besser wirksam sei als Terbinafin (Lamisil®), sagte Professor Hans Christian Korting aus München. Seit Oktober 2006 ist das Antimykotikum auch in einer Galenik verfügbar, bei der eine einzige Applikation ausreicht (Lamisil® Once). Wegen seiner guten Verträglichkeit ist es von der Rezeptpflicht befreit, berichtete Korting auf einer Veranstaltung des Unternehmens Novartis Consumer Health in München.

Die Lösung bildet nach dem Auftragen einen stabilen Film, der den Wirkstoff bis zu vier Tage lang in die Haut abgibt. Dort entsteht ein Depot, das den Wirkstoff lange genug speichert, um die Pilzzellen über Tage bis Wochen abzutöten, so Korting. Durch physikalische Kühleffekte wird das pilzbedingte Jucken und Brennen unmittelbar nach dem Aufbringen der Lösung gelindert. Hauterscheinungen und sensorische Restsymptome bilden sich meist innerhalb einer Woche weitgehend zurück. Nach wenigen Wochen hat sich die Haut vollständig regeneriert.

Metaanalysen zufolge bringt die einmalige Anwendung der Terbinafin-Lösung die Symptome und die Erreger genauso effektiv zum Verschwinden wie eine regelrecht befolgte mehrwöchige topische Therapie mit Antimykotika, etwa Clotrimazol oder Bifonazol. Eine prospektive Kohortenstudie aus dem Sommer 2007 mit 432 Patienten hat Dr. Joachim Kresken aus Viersen vorgestellt.

Bereits in der ersten Woche nach der einmaligen Applikation konstatierten 86 Prozent der Befragten eine deutliche klinische Besserung, berichtete der Vorsitzende der Gesellschaft für Dermopharmazie. Vier Wochen später beurteilten 99 Prozent der Befragten den Erfolg mit gut oder sehr gut. Die Verträglichkeit stuften 98 Prozent als gut oder sehr gut ein.

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