Schizophrenie

Moderne Antipsychotika sind besser verträglich

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UTRECHT (ars). Atypische Antipsychotika werden bei ähnlicher Wirksamkeit deutlich besser vertragen als klassische Neuroleptika. Das bestätigt eine neue Studie mit knapp 500 Patienten in der ersten Episode einer Schizophrenie (Lancet 371, 2008, 1085).

So kam es mit den modernen Medikamenten deutlich seltener zu Therapieabbrüchen als mit der älteren Vergleichssubstanz Haloperidol. Mit Haloperidol wurde die Behandlung innerhalb von 12 Monaten bei 72 Prozent der Patienten beendet, wie die Forschergruppe um Professor René S. Kahn von der Universität Utrecht in den Niederlanden berichtet.

Mit Quetiapin lag der Anteil bei 53 Prozent, mit Ziprasidon bei 45 Prozent, mit Amisulprid bei 40 Prozent und mit Olanzapin bei 33 Prozent. Hauptgründe für den Therapieabbruch waren mangelhafte Wirksamkeit, unerwünschte Wirkungen und schlechte Compliance.

In allen Arzneigruppen gingen die Symptome ähnlich stark zurück, und zwar um etwa 60 Prozent auf der Skala PANSS (Positive and Negative Symptom Scale).

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