Neue Therapie gegen Herzinsuffizienz in Sicht

WIEN (HR). Mit dem Renin-Hemmer Aliskiren, dem ersten Medikament einer ganz neuen Substanzklasse, steht nicht nur ein neues Hochdruck-Medikament zur Verfügung. Auch in der Therapie von Herzinsuffizienz-Patienten könnte das Mittel eine Bereicherung werden.

Veröffentlicht:

Aliskiren ist vor kurzem als Rasilez® auf den Markt gekommen. Ergebnisse der ersten randomisierten und Placebo-kontrollierten Aliskiren-Studie mit Herzinsuffizienz-Patienten sind kürzlich beim Europäischen Kardiologen-Kongress in Wien vorgestellt worden. Mit ALOFT* - so heißt die Studie - sollten vorerst nur Sicherheit und Verträglichkeit des Medikaments bei Herzinsuffizienz zusätzlich zu einer ansonsten optimalen Therapie überprüft werden.

Dabei hat die Substanz die Erwartungen erfüllt. Wie Studienleiter Professor John McMurray von der Universität Glasgow in Schottland beim Kongress mitgeteilt hat, wurde Aliskiren gut vertragen, und zwar unabhängig davon, wie die optimale Basis-Therapie im Einzelnen aussah.

Die Plasma-Renin-Aktivität wurde effektiv gesenkt, und das, obwohl etwa 95 Prozent der Patienten schon einen Betablocker als Basis-Therapie bekamen. Und auch bei anderen Laborparametern waren die Werte gebessert.

Ob das Aliskiren, das an einer ganz anderen Stelle in das Hormonsystem RAAS eingreift als es etwa ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Blocker tun, eine Alternative für diese Substanzen sein wird, oder ob es Karriere als Kombinationspartner machen wird, dazu haben die Experten noch keine Erkenntnisse. Eine Bereicherung für die Herzinsuffizienz-Therapie, so legen sie in ihren Stellungnahmen nahe, könnte die Substanz jedoch so oder so sein.

*ALOFT: Aliskiren Observation of Heart Failure Treatment Study. Teilnehmer: 302 Patienten aus neun Ländern mit Herzinsuffizienz und Bluthochdruck. 156 Patienten waren im Aliskiren-Arm, die Patienten wurden drei Monate lang beobachtet.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion

Niere schützen bei HFrEF – aber wie?

* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Kardiologie und Hausärzteschaft im Dialog

© Springer Medizin Verlag

Kardiologie und Hausärzteschaft im Dialog

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Puren Pharma GmbH & Co. KG, München
Real-World-Analyse von US-Versorgungsdaten-- Bei Einsatz von Sacubitril/Valsartan ist die Gesamtsterblichkeit signifikant geringer als bei Einsatz von ACEi/ARB.

© Springer Medizin Verlag

ARNI in der Primärtherapie der HFrEF

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: Studie HF-OPT: Verbesserte LVEF unter medikamentöser Behandlung + Defibrillatorweste (Tag 0–90) und nachfolgender medikamentöser Behandlung (Tag 90–360)

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion

Optimale medikamentöse Therapie plus Defibrillatorweste schützt vor Plötzlichem Herztod

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Stempel mit der Aufschrift "Regress"

© Gina Sanders / stock.adobe.com |

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen