Direkt zum Inhaltsbereich

Neues Psoriasis-Medikament ist jetzt verfügbar

NEUSS (ars). Der Wirkstoff Ustekinumab ist jetzt als Medikament auf dem Markt verfügbar. Es ist das erste einer neuen Klasse biotechnologisch hergestellter Arzneimittel für die Behandlung bei mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis.

Veröffentlicht:

Die EMEA hat Ustekinumab (StelaraTM) zugelassen für Erwachsene, die auf andere systemische Therapien einschließlich Ciclosporin, Methotrexat und PUVA nicht angesprochen haben, sie nicht vertragen oder bei denen dafür eine Kontraindikation vorliegt. Ein wesentlicher Vorteil von Ustekinumab bestehe darin, dass nur wenige Injektionen und Kontrolluntersuchungen notwendig seien, wie das Unternehmen Janssen-Cilag mitteilt.

Die Zulassung von Ustekinumab basiert auf zwei großen placebokontrollierten Phase-III-Studien. In PHOENIX 1 wurden 766 Patienten mit mäßiger bis schwerer Psoriasis behandelt, in PHOENIX 2 waren es 1230 Patienten. Primärer Endpunkt in beiden Studien war der Anteil derjenigen Patienten, die in Woche 12 eine Reduktion der Psoriasis von mindestens 75 Prozent auf dem Psoriasis Area and Severity Index (PASI) erreichten.

Dieses Kriterium erfüllten in beiden Studien zwei Drittel der Patienten mit der Dosierung 45 mg Ustekinumab. Mit der Dosis 90 mg waren es in PHOENIX 1 66 Prozent und 76 Prozent in PHOENIX 2. Die Zahlen mit Placebo: 3,1 und 3,7 Prozent. Die Patienten mit Verum hatten bis dahin nur zwei Dosierungen erhalten, und zwar in Woche 0 und 4. Das Langzeit-Ansprechen in Woche 40 erreichten in PHOENIX 1 150 Patienten der 45-mg-Gruppe und 172 Patienten der 90-mg-Gruppe. Die Therapie wurde gut vertragen. Zur Erhaltungstherapie genügten Injektionen alle zwölf Wochen

Der humane monoklonale Antikörper Ustekinumab ist auf das neue Pathogenese-Konzept der Psoriasis abgestimmt: Demnach liegt dieser Hauterkrankung eine fehlgeleitete Abwehr von Bakterien zugrunde. Vermittelt wird die Störung durch das angeborene Immunsystem, das die Interleukine 12 und 23 freisetzt. Die wiederum regen Keratinozyten zur Bildung antimikrobieller Peptide ("natürliche Antibiotika") an und bewirken die Hyperplasie des Epithels.

Ustekinumab ist gegen die p40-Untereinheit gerichtet, aus der sowohl IL-12 als auch IL-23 aufgebaut sind. Die so blockierten Interleukine nicht mehr an ihren Rezeptor an der Zelle binden können.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Urlaubsmitbringsel

Reisedermatosen: Wie vorgehen bei den drei häufigsten Tropenparasiten?

JAK-Inhibitor

Alopecia areata: Rote-Hand-Brief zu Ritlecitinib

Das könnte Sie auch interessieren
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Signifikante Assoziation

Begünstigen Gichtanfälle tachykarde Arrhythmien?

Lesetipps
Blutgefäß mit Thrombose.

© Tinttrex / stock.adobe.com / Generated with AI

Therapie je nach Risiko

Akute Lungenembolie: Was die optimale Therapie ausmacht