Neurodermitiker profitieren von Shampoo mit Linolsäure

MÜNCHEN (wst). Menschen mit trockener Haut und besonders Neurodermitis-Patienten haben häufig auf der Kopfhaut Spannungsgefühle, Juckreiz, Ekzeme und Schuppenbildung. Für sie wurde ein Linolsäure-haltiges Shampoo zusammengestellt, das jetzt erhältlich ist.

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Greifen die Patienten zu einem Antischuppen-Shampoo, werden die Beschwerden meist schlimmer. Fast alle Antischuppen-Shampoos sind gegen seborrhoische Schuppen gerichtet und haben deshalb Komponenten, die eine verstärkte Talgproduktion der Kopfhaut hemmen. Genau dieser Effekt ist aber bei Menschen mit ohnehin trockener Haut wie bei Neurodermitis unerwünscht.

Darauf hat Privatdozent Christoph Abels von Dr. Wolff-Arzneimittel aufmerksam gemacht. Für Menschen mit trockener Haut gibt es jetzt das ausschließlich über Apotheken vertriebene Linolsäure-haltige milde und allergenarme Haarwaschmittel Linola® Shampoo, sagte Abels auf einer Veranstaltung des Unternehmens in München.

Die Wirksamkeit des Shampoos wurde in einer vierwöchigen Studie der Hautklinik Leipzig geprüft. 19 Patienten mit trockener Kopfhaut und Juckreiz, Rötung, Ekzemen oder Schuppung sollten ihre Haare mit dem Shampoo waschen.

Den Prüfärzten zufolge war nach vier Wochen die Rötung der Haut im Vergleich zum Ausgangsbefund um 55 Prozent und die Trockenheit um 25 Prozent zurückgegangen. Häufigkeit und Intensität des Juckreizes hatten sich nach Einschätzung der Patienten um etwa 50 Prozent verringert. Auch Spannungsgefühl und Ekzeme auf der Kopfhaut hatten nach dem Urteil der Prüfärzte und der Patienten deutlich nachgelassen.

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