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Krebs

Patienten zum Sport motivieren!

Ärzte und medizinisches Personal sollten Krebspatienten zum Sport motivieren. Es könnte hilfreich für die Therapie sein.

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BERLIN. Statt strikter Ruhe wird Krebspatienten zunehmend Sport verordnet - auch während der Chemotherapie. Denn Studien und Untersuchungen zeigen, dass eine "hohe Evidenz für zahlreiche positive Effekte auf psychosozialer und körperlicher Ebene bestehen".

 Das berichtete Joachim Wiskemann, Sportwissenschaftler am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg. Empfohlen werden mindestens 150 Minuten moderate sportliche Betätigung pro Woche. Und das "in allen Phasen der Krebserkrankung".

Denn Bewegung stärkt nicht nur, sondern beeinflusst positiv auch die Fatigue, die Schmerzen, steigert die Lebensqualität und möglicherweise auch die Therapietoleranz.

So zeigen Untersuchungen, dass effektives Krafttraining (im konkreten Fall zweimal die Woche Gewichtheben) bei Brustkrebspatienten dafür sorgt, dass das Armvolumen bei Lymphödemen nicht zunimmt und sich weniger häufig verschlimmert. Kraft- und Sprungtraining kann Knochendichteverlusten vorbeugen.

Auch Fatigue lässt sich so reduzieren: Eine Studie zeigte eine Reduktion um 15 Prozent bei Krebspatienten, die während der Chemotherapie Sport betrieben, während in der Kontrollgruppe die Fatigue um 28 Prozent zunahm. In Heidelberg bemühen sich Ärzte und Pfleger, Sport und Bewegung schon im Klinikalltag zu implementieren.

Ziel ist es, dass die Krebspatienten die sportlichen Übungen auch zu Hause weiter betreiben.Dafür wurde in der Rhein-Neckar-Region ein Netzwerk für onkologische Sport- und Bewegungstherapie aufgebaut ("OnkoAktiv"), an dem sich Sportvereine, ambulante und stationäre Rehaeinrichtungen sowie Gesundheitszentren beteiligen. (juk)

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