Erkältungs-Krankheiten

Phytotherapeutikum mindert Häufigkeit von Husten rasch

MÜNCHEN (wst). Ein akuter Erkältungshusten ist zu über 90 Prozent aller Vorkommnisse viral bedingt. Antibiotika schaden deshalb eher als sie nützen. Besser ist die Risiko-Nutzen-Relation für in Studien geprüfte Phytotherapeutika.

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Akuter Erkältungshusten wird von Patienten meist mit einer akuten Bronchitis gleich gesetzt. Oft seien die Bronchien aber nicht oder nicht wesentlich betroffen, und der akute Husten erkläre sich allein durch eine Reizung von Hustenrezeptoren in den oberen Atemwegen, hat der Internist Dr. Peter Kardos aus Frankfurt am Main bei einer Veranstaltung des Komitees Forschung Naturmedizin e.V. in München klargestellt.

Ein banaler Erkältungshusten heile üblicherweise von allein problemlos aus, so Kardos. Studien haben jedoch ergeben, dass von Patienten gut akzeptierte und gut verträgliche Phytotherapeutika die Beschwerdezeit signifikant verkürzen können. So waren in einer randomisierten Placebo-kontrollierten prospektiven Studie 360 Erwachsene mit akuter Bronchitis elf Tage dreimal täglich doppelblind entweder mit 5,4 ml eines standardisierten Thymian/Efeu-Sirups (Bronchipret® Saft) oder mit Placebo behandelt worden.

Nach sieben bis neun Tagen war die Häufigkeit von Hustenepisoden mit dem Verum um 69 Prozent und mit Placebo um 48 Prozent reduziert. Die Zeit bis zur Halbierung der Hustenepisoden verkürzte mit dem Verum im Vergleich zum Placebo im Mittel um zwei Tage. Nach neun Behandlungstagen waren mit dem Verum etwa 29 Prozent der Patienten, aber mit Placebo nur 15 Prozent hustenfrei. Bei der Verträglichkeit gab es keine Unterschiede.

In einer ähnlich konstruierten zweiten Studie sei für eine elftägige Therapie mit dreimal täglich einer Tablette einer Thymian/Primel-Zubereitung (Bronchipret® TP Filmtabletten) ein ebenbürtiger signifikanter Vorteil im Vergleich zu Placebo belegt worden.

Geht ein akuter Erkältungshusten in einen über Wochen bis Monate persistierenden trockenen Dauerhusten über und sind ernste Ursachen ausgeschlossen, hat Kardos beste Erfahrung mit inhalativen Kortikosteroiden. Eine deutliche Besserung des Dauerhusten nach zwei bis drei Therapietagen zeigt rasch, dass man damit auf dem richtigen Weg ist.

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