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Hausärzte

Schlüsselfunktion in der Schmerztherapie

Ein Aktionsbündnis liefert umfassende Daten für die schmerztherapeutische Versorgungssituation innerhalb einer Kommune.

Veröffentlicht:

MANNHEIM (bd). Wie ist es um das Schmerzmanagement in kommunalen Versorgungseinrichtungen wie Kliniken, hausärztlichen- und Schmerzpraxen, Altenheimen, ambulanten Pflegediensten und Hospizen bestellt?

Ein bislang einmaliges Versorgungsforschungsprojekt "Aktionsbündnis schmerzfreie Stadt Münster" liefert erstmals Gesamtdaten für die schmerztherapeutische Versorgungssituation innerhalb einer Kommune.

Erste Ergebnisse wurden jetzt auf dem Deutschen Schmerzkongress in Mannheim vorgestellt.

Im Rahmen einer umfassenden Befragung zum Schmerzmanagement in den jeweiligen Versorgungseinrichtungen der Stadt Münster wurden auch circa 200 Hausärzte einbezogen, 40 Prozent der Fragebögen wurden beantwortet.

Es besteht Optimierungsbedarf

Danach wird jeder vierte Patient in der Hausarztpraxis schmerztherapeutisch versorgt. Damit komme den Hausärzten eine Schlüsselfunktion in der schmerztherapeutischen Versorgung zu, sagte der Projektleiter des Aktionsbündnisses, Professor Jürgen Osterbrink aus Salzburg.

Nach den Studienergebnissen sieht er hier noch Optimierungsbedarf. So würde zu wenig und zu spät leitlinienbasiert therapiert, die Zuständigkeiten bezüglich Schmerzerfassung und Dokumentation sowie die Kommunikationswege mit den professionellen Pflegenden und den pflegenden Angehörigen müsse klarer geregelt und eine bessere Vernetzung der unterschiedlichen Akteure geschaffen werden.

Wie Osterbrink auf dem Symposium des Aktionsbündnisses und Mundipharma angekündigt hat, wird basierend auf den Ergebnissen der Befragung noch in diesem Jahr mit einer Fortbildungsreihe zum Schmerzmanagement in der hausärztlichen Versorgung in Münster begonnen.

Kooperationspartner des Aktionsbündnisses mit dem werbewirksamen Titel "schmerzfreie Stadt Münster" unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sind zahlreiche Fachverbände aus dem Gesundheitswesen, Ärzteorganisationen, Fachpraxen und das Universitätsklinikum Münster.

Hauptförderer ist das Unternehmen Mundipharma.

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