Schüler werden zum dritten Mal auf H. pylori getestet

LEIPZIG (eb). Die Übertragungswege des Magenbakteriums Helicobacter pylori sind nicht vollständig geklärt. Eine Studie des Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle soll das ändern. Dazu werden Schüler über mehrere Jahre auf H. pylori getestet.

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Untersuchungen von Schülern auf H. pylori hat es schon mehrfach gegeben. Neu an der Studie in Leipzig ist: Ein Geburtsjahrgang wird mehrfach untersucht. Begonnen wurde 1998.

Damals haben das Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ), die Kinderklinik und das Gesundheitsamt diagnostische Tests bei Schulanfängern vorgenommen. 93 Prozent der Erstkläßler - etwa 3500 - machten einen einfachen Atemtest. Bei sieben Prozent der Kinder wurde der Magenkeim gefunden.

Als diese Kinder dann im zweiten Schuljahr waren, wurde erneut ein Test gemacht, um den Erfolg der Therapie oder mögliche Neuinfektionen zu ermitteln. Jetzt sind die Kinder in der achten Klasse und nehmen noch einmal an dem Atemtest teil. Wie viele H.-pylori-Träger wird man finden? Gibt es Spontanheilungen? Was sind die Risiken für eine Kolonisation? Dies und andere Fragen sollen geklärt werden.

Ärzte und Mitarbeiter der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und des UFZ suchen dazu die Schüler in den 32 Realschulen und Gymnasien auf. Der halbstündige Atemtest wird mit einer Befragung der Eltern kombiniert, um möglichst viele der ungeklärten wissenschaftlichen Fragen zu beantworten.

Die Eltern von Kindern, bei denen H. pylori vorkommen, werden informiert. Diese Familien erhalten ein Angebot für ein Beratungsgespräch in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Dort werden dann mögliche Therapien erwogen. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse rechnet das UFZ Ende des Jahres.

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