Sich auflösender Stent besteht Test bei Patienten mit einer KHK

MANNHEIM (grue). Eine resorbierbare Gefäßstütze überwiegend aus Magnesium ist in einer klinischen Studie erfolgreich getestet worden: Nach Implantation des Stents lag die Revaskularisierungsrate unter 30 Prozent. Zudem gab es keine akuten Stent-Thrombosen.

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"Dieser Stent stützt die Gefäßwand nur solange ab, wie sie es braucht", sagte Professor Raimund Erbel aus Essen beim Kardiologen-Kongreß in Mannheim. Es handelt sich um den Magnesium-Stent AMS des Unternehmens Biotronik, der zu über 90 Prozent aus Magnesium besteht und innerhalb weniger Monate vollständig resorbiert wird.

Beim resorbierbaren Stent werden die Vorteile von Ballondilatation und Stenting kombiniert. Da kein permanenter Fremdkörper implantiert wird, entfällt der Stimulus für die reaktive Intima-Proliferation der Gefäßwand. Das Konzept wurde in der internationalen Progress-AMS-Studie geprüft.

An der Studie haben 63 KHK-Patienten mit Stenosen teilgenommen. Von den Stenosen mußten in den ersten vier Monaten nach Implantation des Magnesium-Stents nur 24 Prozent erneut revaskularisiert werden. Das Studienziel - Revaskularisierungsrate unter 30 Prozent - war somit erreicht. "Es gab während dieser Zeit auch keine Todesfälle, Infarkte oder akute Stent-Thrombosen", sagte Erbel. Die Durchlässigkeit der Gefäße kann im MRT und CT beurteilt werden. Der Stent ist dabei nicht sichtbar.

Der Zerfall der Gefäßstütze läßt sich mit intravasalem Ultraschall kontrollieren: Bereits nach 18 Tagen beginnt die Auflösung, nach vier Monaten ist der Stent verschwunden. "Spätestens in zehn Jahren dürfte die Zeit der festimplantierten Stents vorbei sein", sagte Erbel, "denn resorbierbare Stents tragen wesentlich zur Gefäßbeweglichkeit und damit zum langfristigen Funktionserhalt bei". Das Verfahren lasse sich weiter verbessern, etwa durch Beschichtung der absorbierbaren Stents mit Medikamenten.

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