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Ovarialzyste

Sono hilft bei der Abklärung

Ovarialzysten vor den Wechseljahren lassen sich mittels Ultraschall zuverlässig beurteilen.

Veröffentlicht:

BERLIN. Von 1000 Ovarialzysten vor den Wechseljahren sind 999 ungefährlich und bilden sich von alleine zurück.

Um sicher zu gehen, dass es sich bei einer zufällig diagnostizierten Geschwulst im Ovar nicht um Krebs handelt, sollte eine vaginale Ultraschalluntersuchung erfolgen, rät die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) in einer Mitteilung.

Zertifizierte Mediziner sind am besten qualifiziert, bösartige von gutartigen Gewebsveränderungen zu unterscheiden.

Um den Verdacht zu klären, werde oft ein Test auf den Tumormarker CA-125 durchgeführt. Diesen setzen häufig Malignome im Eierstock frei.

"Bei Frauen nach den Wechseljahren hat sich der Test als hilfreich erwiesen", wird Privatdozentin Dr. Christiane Kähler, Leiterin einer Schwerpunktpraxis für Pränataldiagnostik und gynäkologischen Ultraschall in Erfurt, in der Mitteilung zitiert.

Bei Jüngeren oft falsche Ergebnisse

Bei jüngeren Frauen liefere er jedoch oft falsche Ergebnisse, da auch viele gutartige Zysten CA-125 bilden.

Dies wurde in einer Studie von Kähler in Zusammenarbeit mit Ärzten der Jenaer Universitätsfrauenklinik deutlich.

Die Wissenschaftler werteten die Daten von 1320 Frauen aus, die wegen Eierstockzysten operiert worden waren (Ultraschall in der Medizin 2014; 35: 339-344).

Bei allen Frauen wurde vor der Op eine transvaginale Ultraschalluntersuchung vorgenommen, um die Zysten aus kurzer Distanz abbilden zu können.

Die drei DEGUM-zertifizierten Ärzte in Jena identifizierten allein mithilfe einer bestimmten Mustererkennung 31 der 41 bösartigen Tumore, also 76 Prozent.

Von den gutartigen Zysten wurden 97 Prozent als solche erkannt. Mit diesen Ergebnissen übertrafen die in der Mustererkennung geübten Gynäkologen sogar den sogenannten "Risk malignancy index".

Diese Methode kombiniert den CA-125-Wert mit der Sonographie. Mit ihr ließen sich in der Studie nur 54 Prozent der bösartigen und 96 Prozent der gutartigen Gewebsbildungen eindeutig identifizieren, so die DEGUM.

Kähler: "Die Bestimmung des Laborwerts kann bei Frauen vor den Wechseljahren leicht Verwirrung stiften". Kähler betont, dass auch eine Ultraschalluntersuchung nicht immer alle Zweifel ausräumen kann.

"In diesem Fall müssen die Gynäkologen in einer Operation die Eierstöcke freilegen und die Zysten vom Pathologen feingeweblich untersuchen lassen". (eb)

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