Symptomatik steuert Therapie Reflux-Kranker

MÜNCHEN (sto). Für die Diagnose einer gastroösophagealen Refluxkrankheit hat die Endoskopie nur eine begrenzte Sensitivität. Denn bei bis zu 70 Prozent der Patienten lassen sich endoskopisch keine Läsionen nachweisen.

Veröffentlicht:

Daran hat Dr. Andrea Morgner-Miehlke aus Dresden bei einer Veranstaltung des Unternehmens AstraZeneca in München hingewiesen. Bei Patienten mit Dysphagie, ungewolltem Gewichtsverlust, Blutungszeichen sowie bei Patienten, die nicht auf eine Therapie mit einem Protonenpumpenhemmer ansprechen, sei eine Gastroskopie jedoch obligat.

Auch Patienten, die seit mehr als zehn Jahren und mehrmals pro Woche vor allem an nächtlichen Reflux-Beschwerden leiden, sollte eine Endoskopie empfohlen werden. Dies gelte besondere dann, wenn sie älter als 50 Jahre sind, sagte die Gastroenterologin. Auch eine positive Familienanamnese oder der Wunsch des Patienten seien eine Indikation für eine Endoskopie.

Bei allen Schweregraden einer gastroösophagealen Refluxkrankheit sei ein Protonenpumpenhemmer die Therapie der Wahl, und zwar unabhängig vom endoskopischen Befund, so Morgner-Miehlke. Der endoskopische Befund habe, wenn überhaupt, allenfalls Einfluß auf die Dosierung und die initiale Therapiedauer. Sehr viel wichtiger für die Entscheidung, in welcher Dosierung ein Protonenpumpenhemmer angewandt wird, sei der Verlauf der Symptomatik.

Bei Anwendung von Esomeprazol (Nexium® mups) etwa sollte in der Akutphase eine symptomgesteuerte Behandlung mit 20 bis 40 mg des Wirkstoffs über vier Wochen erfolgen. Bei wiederkehrenden Symptomen habe sich langfristig eine Bedarfstherapie mit 20 mg Esomeprazol als sinnvoll erwiesen, so Morgner-Miehlke.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Metaanalyse

Erhöht Reflux auch das Risiko für Larynxtumoren?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?