Direkt zum Inhaltsbereich

US-Arzneibehörde FDA kritisiert Lantus®-Studien

NEU-ISENBURG (eis). Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Zweifel, dass es wirklich einen Zusammenhang zwischen der Therapie mit dem Analogon Insulin Glargin (Lantus®) und einem erhöhten Krebsrisiko gibt. Die Behörde kritisiert die vier kürzlich hierzu publizierten Beobachtungs-Studien wegen methodischer Schwächen. Patienten sollten ihre Insulintherapie nicht abbrechen, ohne einen Arzt zu konsultieren, betont die FDA.

Veröffentlicht:

In den vier Untersuchungen (darunter auch eine Analyse des IQWiG) werden Zusammenhänge zwischen Glargin sowie anderen Insulinen und verschiedenen Krebserkrankungen nahegelegt (wir berichteten). Die Beobachtungszeit in den Beobachtungsstudien sei aber kürzer als es allgemein als notwendig erachtet werde, um ein Krebsrisiko durch ein Medikament beurteilen zu können, betont die FDA. Zudem sieht die Behörde Widersprüche sowohl in den Studien selbst als auch zwischen den Ergebnissen einzelner Studien. Es seien daher Zweifel angebracht, ob ein Zusammenhang zwischen der Glargin-Therapie und Krebs wirklich existiert. Auch könnten unterschiedliche Patienten-Charakteristika in den einzelnen Behandlungsgruppen zu den beobachteten erhöhten Krebsraten beigetragen haben.

Die FDA will jetzt Sicherheitsdaten zu Glargin aus vielen Quellen einschließlich der neuen Studien weiter analysieren. Auch werde mit dem Hersteller diskutiert, ob weitere Studiendaten zur Sicherheit und Wirksamkeit nötig seien. Die Ergebnisse der Analyse sollen so schnell wie möglich veröffentlicht werden.

www.fda.gov "Lantus" in Suchmaske!

Lesen Sie dazu auch: Lantus®-Nutzer unnötig verunsichert

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

27 Krebsarten in der Analyse

Gesund leben, Krebsrisiko senken: Studie untermauert Zusammenhang

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

© Kateryna_Kon / stock.adobe.com

PPAR-Isoform-Selektivität: wissenschaftliche Grundlagen und klinische Relevanz

Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Planegg-Martinsried
Abb. 1: Studie MajesTEC-3: progressionsfreies Überlebenc

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neue Therapieoption beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom (RRMM)

Teclistamab-Daratumumab erzielt bislang unerreichten PFS-Vorteil bei RRMM ab dem 1. Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Arzt stellt während einer ärztlichen Konsultation und Untersuchung ein Rezept für einen Asthma-Inhalator aus.

© Goffkein / stock.adobe.com

Asthmakontrolle und SABA-Übergebrauch

Schlecht kontrolliertes Asthma: Was getan werden kann

Dreidimensionale medizinische Illustration des Varicella-Zoster-Virus, einem Virus das Windpocken, Hautblasen, Nesselsucht, Wunden und Gürtelrose verursacht.

© Corona Borealis / stock.adobe.com

Atypische Symptome

Kasuistik: Periphere Fazialisparese mit erstaunlicher Ursache