COVID-19

Vierte Corona-Impfung gegen Omikron? Lauterbach bereitet sich vor

Eine weitere Verbreitung der neuen Corona-Variante Omikron wird für Anfang des Jahres erwartet: Eine vierte, angepasste Impfdosis könnte nötig sein, so Gesundheitsminister Lauterbach. Die EU bestellt derweil Milliarden Dosen.

Veröffentlicht: | aktualisiert:
Denkt schon über die vierte Impfung nach: Der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.

Denkt schon über die vierte Impfung nach: Der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Berlin. Eine vierte Impfung hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ins Gespräch gebracht. Die Omikron-Variante werde schnell kommen, warnte Lauterbach am Donnerstag. Er rechne mit einer schnellen Ausbreitung in den frühen Wochen des kommenden Jahres. Die Variante könne eine vierte an Omikron angepasste Impfung notwendig machen, sagte der Minister. Dies werde in Fachkreisen bereits diskutiert. Selbst geboosterte Menschen seien vor einer Infektion mit Omikron nur zwischen 70 und 80 Prozent geschützt. Stand Freitag betrage die Rate der Infektionen mit Omikron gerade 0,6 Prozent, hieß es dazu aus dem Gesundheitsministerium.

Von einem entsprechend modifizierten Impfstoff hat die Europäische Union nun 180 Millionen Dosen bei BioNTech/Pfizer bestellt. Dies hat die Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen in der Nacht zum Freitag mitgeteilt. Darüber hinaus sei mit den Unternehmen eine Lieferung von insgesamt 1,8 Milliarden Impfdosen bis Ende 2023 vertraglich vereinbart worden. Lauterbach hatte bereits am Donnerstag eine Lieferung von 80 Millionen Dosen an Omikron angepassten Impfstoffs von BioNTech/Pfizer für das kommende Jahr in Aussicht gestellt.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) halte derweil ein weiterers Treffen mit den Regierungsspitzen der Länder noch vor Weihnachten nicht für zwingend, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag.

Weihnachten Kickstarter für Omikron?

Trotz des Fortschritts der Impfkampagne will auch Lothar Wieler keine Entwarnung geben. Auch bei seiner ersten gemeinsamen Pressekonferenz gemeinsam mit dem neuen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mahnte der Präsident des Robert Koch-Instituts zu gesteigerter Vorsicht: „Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass Weihnachten nicht zum Kickstarter für Omikron wird“, sagte Wieler.

Noch dominiere in Deutschland die Delta-Variante. Es sei allerdings nur eine Frage der Zeit, bis Omikron übernehme. Bislang seien in Deutschland einige hundert Fälle der neuen Variante bekannt, die sich auf alle Bundesländer verteilten. Lediglich zwei Impfungen böten voraussichtlich zu wenig Schutz gegen diese Herausforderung, sagte Wieler. (af)

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