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„CoronaUpdate“-Podcast

COVID-19 und Exzessmortalität: Sterben ist mehr als nur eine Ziffer

In zahlreichen europäischen Ländern ist die Zahl der Sterbefälle seit Corona gestiegen. Ein „CoronaUpdate“ über die Übersterblichkeit und individuelles Leid.

Prof. Dr. med. Martin SchererVon Prof. Dr. med. Martin Scherer und Denis NößlerDenis Nößler Veröffentlicht:
COVID-19 und Exzessmortalität: Sterben ist mehr als nur eine Ziffer

© Springer Medizin

Über 200.000 Menschen weltweit sind bereits an oder mit COVID-19 gestorben. Was aber sagt diese absolute Sterbeziffer über die Gefahr der Coronavirus-Pandemie aus? Oft wird sie ins Verhältnis zu den Todesfällen durch andere Erkrankungen gesetzt – etwas bei Influenza. In den saisonalen Grippewellen sterben jedes Jahr weltweit zwischen 200.000 und 600.000 Menschen, so die Schätzungen.

Um sich der möglichen Gefahr durch eine Erkrankung zu nähern, errechnen Wissenschaftler oft die Exzessmortalität, also die Zahl der Sterbefälle in einem bestimmten Zeitraum, die über der erwartbaren Sterblichkeit liegt.

Auch jetzt, angesichts COVID-19 steigt die Exzessmortalität, sterben mehr Menschen, als man üblicherweise erwarten würden. Doch was bedeuten diese Werte? Inwiefern können wir daraus etwas über die Gefährlichkeit von SARS-CoV-2 lernen?

Und was bedeuten all dieses Zahlen angesichts eines jeden Sterbefalls, dem individuellen Leiden und dem Verlust eines Angehörigen? Ein „CoronaUpdate“ über das Sterben.

Quellen:

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Kommentare
Carsten Windt 30.04.202007:23 Uhr

Endlich wird das Thema jenseits des allgemeinen Panikmodus behandelt.
Zahlen und Statistiken werden werden analysiert ohne gleich in die Extreme zu verfallen (Das Virus ist harmlos bis O Gott wir werden alle sterben)
Aber dennoch würde ich mir ein Thema wünschen: Warum ist die Pandemie in anderen europäischen Ländern so unterschiedlich zu Deutschland? Spielt das jeweilige Gesundheitssystem eine entscheidende Rolle? Ist die in Deutschland hervorragende (jedenfalls im weltweiten Vergleich) ambulante Versorgung ein bislang unterschätzter Parameter? Kann es auch am Wettbewerb GKV/PKV liegen (z.B. hat dieser Wettbewerb verhindert, dass es zu extremen Sparmaßnahmen in der GKV gekommen ist, etwa wie beim NHS durch M.Thatcher?...

Ansonsten kann ich nur sagen: Weiter so!

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