Preisträger gekürt
Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2026
Bei der Springer Medizin Gala am Dienstagabend ist der Galenus-von-Pergamon-Preis für Arzneimittel-Innovationen und herausragende Grundlagenforschung verliehen worden. Preisträger gab es in vier Kategorien.
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Im Rahmen der Springer Medizin Gala fand die feierliche Preisverleihung des Galenus-von-Pergamon-Preises und des Charity Awards statt.
© Marc-Steffen Unger
Die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2026 stehen fest: Bei der Springer Medizin Gala am Dienstagabend wurden sie vor ausgewählten Gästen aus Wissenschaft, Forschung, Politik und Gesundheitswesen im Admiralspalast in Berlin feierlich gekürt.
Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis zeichnet Springer Medizin jährlich herausragende Arzneimittel-Innovationen und Forschungsleistungen aus. Preisträger gibt es in vier Kategorien.
Fünf Preisträger in vier Kategorien
Der Galenus-Preis steht ganz generell für Innovationskraft in der Forschung und der Arzneimittelindustrie und speziell für innovative Arzneimittel in den Kategorien Primary Care, Specialist Care und Orphan Drugs. Alle Gewinner erhalten eine Urkunde und eine Medaille.
Ein vierter Preis würdigt Leistungen in der biomedizinischen Grundlagenforschung mit therapeutischem und/oder diagnostischem Anwendungspotenzial. Die Forschenden erhalten neben einer Medaille ein Preisgeld über 10.000 Euro. In diesem Jahr geht der begehrte Preis sogar an zwei Forschungsteams.
Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, überreichte die Galenus-Preise. Die diesjährigen Preisträger:
Kategorie Primary Care
In der Kategorie Primary Care wurde Resmetirom (Rezdiffra®) von Madrigal Pharmaceuticals ausgezeichnet. Er ist ein oral einzunehmender Wirkstoff zur Behandlung der Metabolische-Dysfunktion-assoziierten Steatohepatitis (MASH) mit mäßiger bis fortgeschrittener Leberfibrose.
Metabolische-Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis
Galenus-Preis 2026: Rezdiffra® gewinnt in der Kategorie Primary Care
Kategorie Specialist Care
Der Preis in der Kategorie Specialist Care ging an Tarlatamab (Imdylltra®) vom Unternehmen Amgen. Beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC) gibt es für vorbehandelte Betroffene nur wenige Optionen. Der bispezifische T-Zell-Engager Tarlatamab bringt Tumor- und T-Zellen in räumliche Nähe. Er verlängerte in Studien das Gesamtüberleben im Vergleich zu einer Chemotherapie.
Fortgeschrittenes kleinzelliges Lungenkarzinom
Galenus-Preis 2026: Imdylltra® gewinnt in der Kategorie Specialist Care
Kategorie Orphan Drugs
In der Kategorie Orphan Drugs wurde Vorasidenib (Voranigo®) von Servier prämiert. Er ist ein Wirkstoff zur Behandlung von überwiegend nicht kontrastmittelanreichernden Grad-2-Astrozytomen oder -Oligodendrogliomen mit einer IDH1-R132-Mutation oder einer IDH2-R172-Mutation. Viele Erkrankte mit IDH wurden bisher nach der Operation lediglich aktiv überwacht, um eine Chemo- oder Strahlentherapie mit ihren möglichen Langzeitfolgen hinauszuzögern. Mit Vorasidenib steht nun eine frühe systemische Behandlungsoption zur Verfügung.
IDH-mutierte Grad-2-Gliome
Galenus-Preis 2026: Vorangio® gewinnt in der Kategorie Orphan Drugs
Kategorie Grundlagenforschung
In der Kategorie Grundlagenforschung gab es in diesem Jahr zwei Preisträger für ihre Erfolge in der kardiovaskulären Forschung.
Bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz (HF) reichen Medikamente oft nicht aus, Spenderherzen und mechanische Pumpen sind begrenzt. Ein Forschungsteam um Professor Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann von der Georg-August-Universität Göttingen hat ein Herzpflaster aus induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSC) entwickelt und in Primatenmodellen sowie in Menschen untersucht. Die Arbeiten lieferten Hinweise auf eine therapeutische Remuskularisierung des Herzens.
Schlafstörungen und verminderte Melatoninspiegel sind häufige, bislang wenig verstandene Begleiterkrankungen kardialer Erkrankungen. Die Gruppen um Prof. Dr. Dr. Stefan Engelhardt und Dr. Dr. Karin A. Ziegler zeigten, dass eine makrophagenvermittelte Entzündung sympathischer Ganglien die Innervation der Zirbeldrüse schädigt und so den Schlaf-Wach-Rhythmus stört. Dieser Mechanismus könnte als neues therapeutisches Ziel genutzt werden: entzündete sympathische Ganglien, die Funktionsstörungen in entfernten Organen auslösen.















