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Springer Medizin Gala

Preisträger des Springer Medizin Charity Awards feierlich gekürt

Die Gewinner des Charity Awards 2026 stehen fest: Im Rahmen einer feierlichen Gala hat Springer Medizin beispielhaftes ehrenamtliches Engagement im deutschen Gesundheitswesen ausgezeichnet. Die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt betont: „Füreinander einstehen ist das, was uns in einer sozialen Demokratie ausmacht.“

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Ehrenamtliches Engagement beeindrucke sie nicht nur, „es berührt mich“, erklärte die einstige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.

Ehrenamtliches Engagement beeindrucke sie nicht nur, „es berührt mich“, erklärte die einstige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. „Weil das ist doch die wahre Stärke unserer Gesellschaft. Das füreinander Einstehen ist doch das, was uns ausmacht in einer sozialen Demokratie.“

© David Vogt

Berlin. Zum 15. Mal lenke der Charity Award von Springer Medizin den Blick „auf das breit gefächerte ehrenamtliche Engagement im Gesundheitswesen. Auf Menschen, die zuhören, die begleiten, die ermutigen und die ganz praktisch helfen“, sagte die frühere Bundesministerin für Gesundheit, Ulla Schmidt, in ihrer Laudatio.

Es handele sich um Helferinnen und Helfer im Ehrenamt, die in ganz unterschiedlichen Projekten ein gemeinsames Ziel verbinde: „Sie verbindet, dass sie anderen Aufmerksamkeit schenken wollen. Sie verbindet, dass sie die Würde eines jedes Einzelnen oft bis zum letzten Atemzug respektieren wollen. Sie verbindet, dass sie Menschen teilhaben lassen wollen – egal, wie hoch der Unterstützungsbedarf ist.“

All das werde für selbstverständlich erachtet. „Aber wir wissen, im Alltag muss das immer wieder mit Leben gefüllt werden.“ Das Wichtigste und das Besondere sei: „Hinter jedem Projekt steckt eine Gemeinschaft“, sagte Schmidt, die seit 2012 Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe ist.

„Hinter jedem Projekt eine Gemeinschaft“

Alle spürten, dass es zunehmend rauer zugehe in der Gesellschaft und der Zusammenhalt brüchiger werde, gab Schmidt zu bedenken. Dabei gerate häufig aus dem Blickfeld, „was uns zusammenhält und wo Menschen sich begegnen“.

Sie persönlich sei „zutiefst“ überzeugt: „Es gibt viel mehr Menschen in unserem Land, die sich für diesen Zusammenhalt einsetzen als Menschen, die ihn und unsere Demokratie zerstören wollen. Und darauf sollten wir stolz sein.“ Egal, ob häusliche Pflege, Hospizarbeit und Sterbebegleitung: „Ohne Ehrenamt wäre das alles nicht möglich, weil das Gesundheitssystem das allein nicht tragen könnte.“

Ehrenamtliches Engagement beeindrucke sie daher nicht nur, „es berührt mich“, erklärte Schmidt. „Weil das ist doch die wahre Stärke unserer Gesellschaft. Das füreinander Einstehen ist doch das, was uns ausmacht in einer sozialen Demokratie.“ Der Einsatz für eine humane Gesellschaft sei der „beste Weg“, extremistische Kräfte dorthin zurückzudrängen, wo sie hingehörten: „An den äußersten Rand und nicht in die Mitte unserer Gesellschaft!“

Klakow-Franck: Projekte, die Nachahmer finden

Jurymitglied und Ärztin Dr. Regina Klakow-Franck erklärte, dieses Jahr sei ein besonders herausforderndes, „weil unser demokratischer Sozialstaat schlussendlich offiziell auf dem Prüfstand angekommen ist, und es wird immer deutlicher, dass wir ohne ehrenamtliches und zivilgesellschaftliches Engagement unser Gesundheits- und Pflegesystem nicht werden aufrechterhalten können“.

Die Jury habe auch deshalb bewusst Projekte ausgezeichnet, die sich als Best-Practice-Beispiele eignen und viele Nachahmer finden könnten, betonte Klackow-Franck, die als unabhängige Sachverständige und Beraterin im Gesundheitswesen tätig ist.

„Und wir haben drei Projekte ausgesucht, denen man anmerkt, dass sie Freude machen. Und zwar nicht nur den Betroffenen, sonderen auch den Helferinnen und Helfern.“ Nur so funktioniere ehrenamtliches Engagement. „Es ist ein Geben und ein Nehmen.“

Springer Medizin vergibt den Charity Award, um Menschen, Gruppen oder Initiativen zu würdigen, die sich freiwillig und in besonderer Weise für die Gesundheitsversorgung in Deutschland einsetzen. Dieses Jahr wurden insgesamt 34 Projekte von der Jury gesichtet, drei von ihnen wurden ausgezeichnet. Das sind die Preisträger: (hom)

1. Preis: Tommy Nicht Allein – Die Kliniknannys

„Tommy Nicht Allein – Die Kliniknannys“ begleitet und betreut Kinder und Jugendliche während eines Krankenhausaufenthalts, wenn Eltern oder andere Bezugspersonen nicht bei ihnen sein können.

Medizinstudierende schenken ihnen im Rahmen ihres ehrenamtlichen Engagements Zeit, Aufmerksamkeit und Ablenkung vom Klinikalltag. Der gemeinnützige Verein ist an den universitären Medizinstandorten Aachen, Dresden, Greifswald, München und Rostock aktiv.

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2. Preis: Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg

Ehrenamtliche „Grüne Damen und Herren“, darunter auch speziell geschulte Demenzbegleiterinnen und -begleiter, unterstützen Patientinnen und Patienten während ihres Krankenhausaufenthalts.

Die Ehrenamtlichen schenken Zeit zum Zuhören und Reden, leisten praktische Hilfe und unterstützen die Menschen, die wenig oder keinen Besuch erhalten. Speziell in der Demenz qualifizierte Ehrenamtliche kümmern sich besonders um Menschen mit einer Demenzerkrankung.

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3. Preis: Über: Pflege e. V.

„Über: Pflege e. V.“ gibt Pflegekräften, pflegenden Angehörigen und Betroffenen eine Stimme und bezieht sie aktiv in Kunst- und Kommunikationsprojekte ein. Diese Projekte schaffen einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema Pflege, das uns alle betrifft.

Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Hamburg setzt sich damit für mehr gesellschaftliche Sichtbarkeit, Wertschätzung und eine differenzierte Wahrnehmung von Pflege ein.

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Das ist der Springer Medizin Charity Award

Der Springer Medizin Charity Award ist begehrt. Seit 2009 wurden fast 740 Bewerbungen aus den verschiedenen Gesundheitsbereichen eingereicht. Die Gewinner hat auch in diesem Jahr eine unabhängige Jury von Vertreterinnen und Vertretern aus Medizin, Gesundheitswirtschaft und Politik ermittelt.

Dabei sind die Bewertungskriterien für die Preisvergabe klar definiert. Es geht um soziales Engagement, Nachhaltigkeit, eine Vorbildwirkung und die gesellschaftliche Relevanz der ausgezeichneten Projekte. Viele dieser vorbildlichen Organisationen tun ihr Werk meist ohne großes Aufheben und oft von der Öffentlichkeit unbemerkt.

Die Gewinner des Charity Awards können sich auf attraktive Preisgelder und Medienpakete freuen.

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