1. Preis Charity Award 2026
Trotz Klinikaufenthalts: Einfach mal nur Kind sein
Ein Krankenhausaufenthalt ist für Kinder und Jugendliche eine besondere Belastung. Im Verein „Tommy Nicht Allein“ engagieren sich Medizinstudierende, die als Kliniknannys die jungen Patienten begleiten. Das Projekt wurde mit dem 1. Preis der Springer Medizin Charity Awards ausgezeichnet.
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Der 1. Preis des Charity Awards geht an die Initiative „Tommy Nicht Allein“. Im Bild (v.l.) Moderator Matthias Gabriel, die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, Moderatorin Yve Fehring sowie Dr. Gernot Rücker (erster Vorsitzender) und Jana David (Vorstand) von „Tommy Nicht Allein“, sowie Fabian Kaufmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Springer Medizin.
© Marc-Steffen Unger
Diese Begegnung war prägend: Während eines Blockpraktikums am Universitätsklinikum Rostock fiel Studierenden der sechs Monate alte Tommy durch sein Weinen auf. Er war allein im Krankenhaus.
Die Studierenden beschlossen spontan, abwechselnd Zeit mit ihm zu verbringen, und erlebten, wie Tommy aufblühte. Aus dieser Erfahrung heraus entstand die Idee, ein ehrenamtliches Projekt zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen im Krankenhaus auf die Beine zu stellen. Das ist nun zwölf Jahre her.
Im April 2015 kamen die Initiatoren zu einem ersten gemeinsamen Treffen mit einigen Interessierten für das Projekt „Tommy Nicht Allein – Die Kindernannys“ zusammen – nur einen Monat später konnten die ersten Betreuungen kleiner Patienten an der Kinder- und Jugendklinik der Universitätsmedizin Rostock realisiert werden.
An bundesweit fünf Standorten aktiv
Mittlerweile ist aus dem lokalen Projekt ein deutschlandweit tätiger Verein geworden. Aktuell ist „Tommy Nicht Allein e.V.“ neben Rostock auch an den Universitätskliniken in Aachen, Dresden, Greifswald und München aktiv.
Die Kliniknannys sind Medizinstudierende der jeweiligen Hochschule, die ehrenamtlich Kinder und Jugendliche während eines Krankenhausaufenthaltes begleiten, wenn Eltern oder andere Bezugspersonen nicht bei ihnen sein können.
Ziel ist es, den Kindern Aufmerksamkeit und Ablenkung zu schenken, damit die Erkrankung für eine Weile in den Hintergrund tritt und die jungen Patientinnen und Patienten die Möglichkeit haben, für einen Moment einfach nur Kind zu sein.
Es wird gemeinsam gespielt, gebastelt, gelesen, gekocht oder auch nur erzählt. Die Studierenden und der Verein stellen aber auch verschiedene Events für die Kinder wie Weihnachts- und Osterbastelaktionen oder Halloween-Kinderschminken auf die Beine.
Akuteinsätze, aber ebenso regelmäßige Begleitung
Das Angebot der Kliniknannys reicht von kurzfristigen Akuteinsätzen bis zur regelmäßigen Begleitung chronisch oder onkologisch erkrankter Kinder. Bei längeren Klinikaufenthalten können gemeinsam mit den Familien individuelle Betreuungspläne erarbeitet werden.
Der Verein finanziert sich ausschließlich über Geld- und Sachspenden. Sie ermöglichen die Anschaffung von Spielzeug, Büchern und Beschäftigungsmaterialien, aber auch das Erfüllen kleiner persönlicher Wünsche für Kinder, die lange im Krankenhaus bleiben müssen. (reh/juk)
Mehr Infos zum Verein: https://tommy-nicht-allein.de/










