Alternatives Versicherungsmodell

Gut 1300 Beamte in Thüringen in pauschaler Beihilfe

Land zahlt neuen Beamten die Hälfte des Krankenkassenbeitrags. Das Modell ist vor allem für junge Beamte mit Kindern interessant.

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Erfurt. Seit Anfang 2020 gehört Thüringen zu den Bundesländern, die gesetzlich krankenversicherten Beamtinnen oder Beamten im PKV-Basistarif einen festen Zuschuss für den Kassenbeitrag zahlen – und das wird im Freistaat auch genutzt.

Laut Finanzministerium erhalten inzwischen rund 1330 Landesbeamte die pauschale Beihilfe. Dabei übernimmt das Land wie bei seinen Angestellten auch die Hälfte des monatlichen Kassenbeitrags. Nutznießer der pauschalen Beihilfe sind ausschließlich neu eingestellte Beamte – nur sie haben diese Möglichkeit.

Die Zahl der Beamten im PKV-Basistarif mit Beitragszuschuss ist allerdings mit 16 sehr gering. Thüringen beschäftigt insgesamt rund 31.000 Beamte, darunter Polizisten und Lehrkräfte.

Gesetzliche Versicherung war zuvor praktisch keine Option

Für den festen Beitragszuschuss hat das Land seit dessen Einführung bislang rund vier Millionen Euro aufgebracht. Zum Vergleich: Die Gesamtkosten für die Beamtenbeihilfe einschließlich der Leistungen für die rund 12.700 Versorgungsempfänger, also Ruheständler, beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 114,5 Millionen Euro.

Ein Anreiz ist die pauschale Beihilfe vor allem für junge Beamte in unteren Besoldungsgruppen, vor allem für solche mit Kindern. In der GKV sind Kinder beitragsfrei mitversichert.

Beamte sind in der Regel privat versichert und erhalten im Krankheitsfall eine Beihilfe zu den angefallenen Behandlungskosten. Entschieden sie sich vor der Neuregelung dennoch für eine gesetzliche Kasse, mussten sie den kompletten Beitrag – einschließlich Arbeitgeberanteil – tragen. (zei)

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