Online-Anwendungen bei Patienten hoch im Kurs

Die wachsenden Vorlieben von Patienten, Gesundheitsdienstleistungen online in Anspruch zu nehmen, sind vielfältig in Umfragen belegt. Das Angebot der Ärzte hält damit derzeit noch nicht Schritt, wie eine aktuelle Umfrage andeutet.

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NEU-ISENBURG. Niedergelassene Ärzte, die Services wie Terminbuchung online oder auch Videosprechstunden anbieten, können bei ihren Patienten punkten und sich auch von den meisten Wettbewerbern absetzen. Das hat eine aktuelle Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Deutschen Bank und der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" unter 1002 Bundesbürgern im Alter über 14 Jahren ergeben.

Laut Umfrage könnte sich jeder Vierte vorstellen, bei einem Internet-Arzt eine zweite Meinung einzuholen. In der Realität nutzen bisher jedoch nur zwei Prozent der Befragten diese Möglichkeit. Und erst ein Prozent habe bisher persönliche Gesundheitsdaten wie den Blutdruck erhoben und digital an den Arzt übermittelt - 46 Prozent wären jedoch dazu bereit. Ein weiterer Punkt: Arzttermine vereinbaren demnach bisher nur sieben Prozent im Netz, aber 47 Prozent können es sich vorstellen. Und 15 Prozent der Befragten bestellten Medikamente überwiegend online - 25 Prozent aber würden das in Zukunft tun, heißt.

"Der Markt für E-Health-Angebote wächst in bestimmten Segmenten stark, etwa für Fitness-Apps", kommentiert Guido Ketschau vom i³-Life Sciences Cluster Nordwest, einem Netzwerk aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen, das Dienstleistungen im Bereich Diagnostik sowie Analytik entwickelt die Ergebnisse der Umfrage. In anderen Bereichen gebe es jedoch noch Nachholbedarf.

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