Direkt zum Inhaltsbereich

SARS-CoV2

Saarland erwägt breit angelegte Coronatests in Pflegeheimen

Das saarländische Gesundheitsministerium erarbeitet mit der Universitätsklinik Homburg ein Konzept für umfassende Tests in Pflegeeinrichtungen.

Veröffentlicht:

SAARBRÜCKEN. Das Saarland erwägt nun doch breit angelegte Coronatests in den ambulanten und stationären Pflege-Einrichtungen. Das hat der saarländische Gesundheits-Staatssekretär Stephan Kolling (CDU) im Saarländischen Rundfunk (SR) signalisiert.

Kolling sagte dem Sender, die Tests stünden aber noch nicht unmittelbar bevor. Mit der Virologie der Uniklinik Homburg werde derzeit noch ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Es sei organisatorisch und technisch schwierig, alle Mitarbeiter und Bewohner der fast 300 Einrichtungen im Saarland zu testen.

Das Landesgesundheitsministerium reagiert damit auf entsprechende Forderungen der Saarländischen Pflegegesellschaft. Die hatte flächendeckende Tests angesichts der Entwicklung in den Heimen als „dringend geboten“ bezeichnet. Ein Sprecher der Landesregierung hatte das zunächst abgelehnt.

Die Pflegegesellschaft hat sich unterdessen auch mit den örtlichen Gesundheitsbehörden angelegt.

Auslöser war ein Schreiben des Saarbrücker Gesundheitsamtes, nach dem die Heime den Kontakt zwischen Personal und Bewohnern auf maximal zwei reduzieren müssen.

„Sollen wir Bewohner in Zimmern einschließen?“

Der Vorsitzende der Pflegegesellschaft, Harald Kilian, hatte daraufhin in einem Offenen Brief an das Gesundheitsamt erklärt, man sei fassungslos. Wenn die Heime dieser Aufforderung nachkämen, müssten sie „letztlich die Bewohner in ihren Zimmern einschließen“.

Das saarländische Gesundheitsministerium hat derweil nach SR-Angaben mitgeteilt, dass weit mehr Pflege-Einrichtungen von der Corona-Pandemie betroffen sind als bislang angenommen. Corona-Infektionen seien inzwischen in mehr als jedem sechsten saarländischen Pflegeheim festgestellt worden, also rund 25. Zuvor war nur von zwölf betroffenen Einrichtungen die Rede gewesen.

Anders als in Niedersachsen und Bayern lehnt die saarländische Landesregierung einen generellen Aufnahmestopp für die Pflegeheime ab. In Einzelfällen könnten die örtlichen Gesundheitsämter allerdings einen solchen Stopp verhängen. (kin)
Lesen sie auch
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung

Symposium der Paul-Martini-Stiftung

COVID-19 akut: Früher Therapiestart effektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tests für die Diagnostik

Akuter Kreuzschmerz: Tipps für ein pragmatisches Vorgehen in der Praxis

Lesetipps
Ins Fitnessstudie statt zum Geburtstag der Oma: Wer eine starke Verpflichtung spürt, Sport zu treiben, könnte eine Muskeldysmorphie haben.

© ME Image / Stock.adobe.com

Krafttraining bis zur Erschöpfung

„Adonis-Komplex“: Was Ärzte beim Verdacht auf Muskeldysmorphie tun können

Ein Hund streckt seine Zunge raus

© gismo2015 / Stock.adobe.com

Haustiere

Kasuistik: Was passieren kann, wenn der Hund die Wunde ableckt